117 — von Räzüns gerichtet. Allein es lag in denselben doch der Keim zur Entwicklung einer unabhängigen Stellung der Untertanen, und hätte dasselbe gegebenenfalls auch gegen die regierenden Herren ausschlagen können, hauptsächlich dann, wenn deren zeitweise österreichfreundliche Politik den Persuch eines weiteren Umsichgreifens der Habsburgischen Macht hätte befürchten lassen. Daher ist es verständlich, daß die regierenden Kreise, Graf Johann von Werdenberg-Sargans, der Abt Jo- hannes von Disentis, der Freiherr Albrecht von Sax zu Misox schon am 19. Februar 1395 angesichts dieser freiheitlichen Entwicklung unter sich mit ihren Leuten ein Schutz- und Trutzbündnis abgeschlossen habend Noch enger gestalteten sich die Beziehungen des Bischofs Hartmann zu Österreich, als dieser am 12. Januar 1399 gelobte, dem Herzog Leopold gegen jedermann zu dienen, der Herzog aber ihm versprach, jährlich 499 fl. von der Steuer des Bregenzer Waldes zu geben und ihn zu seinem Rat ernannte^. Einen schweren Verlust erlitt Bischof Hartmann, als am 23. Januar 1397 sein Bruder, Graf Heinrich I., aus diesem Leben schied und in Vaduz seine Ruhestätte fand. Dadurch gelangten die Vaduzer Besitzungen und Rechte, freie und verpfändete, in die Hände des Bischofs Hartmann Obwohl dieser durch die erwähnten Kriegsläufe und lang- wierigen Gerichtsverhandlungen in Anspruch genommen war, sorgte er doch dafür, daß die kirchlichen Angelegenheiten, soweit sie die Bischofsgewalt betrafen, nicht völlig vernachlässigt wurden. Im Jahre 1397 übertrug er seinem Weihbischof Diete - ricusdie Vollmacht, in der Kirche zuAlvaschein zwei Altäre zu weihen^. Und im folgenden Jahre, am 19. Mai 1398, ließ Bischof Hartmann durch denselben Weihbischof die Hl. Eeist- kapelle in der Stadt Chur konsekrieren, die mit dem Spital in Verbindung stand'". Am 28. Februar 1395 bestätigte Bischof Hartmann II. die von seinem Oheim, Graf Rudolf von Montfort-Feldkirch festgesetzte, von Graf Heinrich I. von Werdenberg-Sargans zu Vaduz erneuerte Schenkung des Kirchensatzes zu Schaan an das Domstift zu Chur zur Begehung seiner (d.h. Heinrichs)
        

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