— 111 — Walensee auf eigene Kosten, auswärts auf Kosten der Herzog. Die Domherren sind jedoch nicht verpflichtet, in eigener Person sich zu beteiligen. Domkapitel, Vasallen und Eotteshausleute ver- pflichteten sich, in Zukunft keinen als Bischof von Chur anzu- erkennen, der dieses Bündnis mit Österreich nicht beschwöre. Herzog Albrecht hat anschließend im Namen aller Herzoge die genannten Verbündeten in „sunder genad und schirm genomen und sich Her- wider verpflichtet, uns bey allen unsern rechten fryheiten und loblichen guoten gewonheiten ewiclich ze halten schirmen und hanthaben gnaediclich und vesticlich gen maenniclich nach lutt siner briefe, die er uns darüber geben hat.. Dieser letztgenannte Eegenbrief der Herzoge Albrecht, Wilhelm und Leopold wurde am 22. Juli 1392 in Salzburg ausgefertigt̂. Unter dem gleichen Datum (22. Juli) stellten die Herzoge dem Bischof Hartmann einen Revers aus, wonach dieser berechtigt sein soll, 
seine alten Freunde und die Verpflichtungen gegen dieselben aufrecht zu erhalten. Seltsam ist aber die Bestimmung: „Sollte es, was Gott verhüten möge, zu einem Krieg zwischen Österreich und den bisherigen Verbündeten des Bischofs (den Eidgenossen?) kommen, so soll letzterer berechtigt sein, in eigener Person seinen Verbündeten zu helfen; Domkapitel, Stadt und Eotteshausleute sollen aber zu Österreich halten" ^. Infolge dieses 
Bündnisses verzichtete der Hauptgegner Hart- manns, der Kanzler Anton auf das Bistum Chur und erhielt hierauf die Propstei Allerheiligen in Wien. Der Chronist von Marienberg bemerkte zu diesem Vergleich: „Über den erwähn- ten Vergleich freute sich das ganze Volk beiderlei Geschlechtes und dankte Gott"2°. Wenige Tage früher, am 13. Juli 1392. berichtete Herzog Leopold IV. an Papst Bonifaz IX., daß Hartmann, welcher bis- her als Jntrusus das Bistum Chur innegehabt, nun vor den in Salzburg versammelten Bischöfen von Salzburg, Frei- sing und Eurk das eidliche Versprechen abgelegt habe, sich dem rechtmäßigen Papste zu unterwerfen und Klerus und Volk der Diözese zur Unterwerfung zu veranlassen. Der Herzog bat daher, den Bischof Hartmann und sein Bistum wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufzunehmen und ersteren als Bischof von
        

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