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- vierter Bischofskandidat in dem Priester Kaspar Meysselstein auf, der am 28. Januar 1389 dem Herzog Albrecht von Österreich und dessen Vettern, auch dem Kanzler Anton gelobte, daß, wenn er zur bischöflichen Würde in Chur gelange, er dem Herzog mit der Feste Fürstenburg gewärtig sein wollet Auch er verlangte umsonst nach der Jnful; dagegen soll, wie Vanotti behauptet, der Nachfolger Urbans VI., Vonifaz IX., den Kanzler Anton zum Bischof von Chur bestätigt haben^. Bei dieser Sachlage war somit einer kriegerischenAuseinandersetzung nicht auszuweichen. Herzog Albrecht beorderte Truppen in den Vintschgau, die über ein Jahr dort blieben, ohne sich kriegerische Exzesse zu erlau- ben-. Rechtzeitig hatte Hartmann IV. die Bürghut der Feste Fürstenburg dortselbst dem Jtal Planta übertragen, der ihm hiefür am 25. März 1389 einen Revers ausstellte.̂ Wenige Tage vorher urkundete Hartmann IV. in Chur, indem er am 20. März 1389 den Kanonikern und dem Domkapitel die Pfarrei von Mals im Vintschgau übertrug. Vermutlich be- zweckte er damit, die ihm getreuen Kanoniker zu belohnen und die noch abseits stehenden an sich zu ziehen. Zu dieser Zeit und in den nächsten Monaten scheint er seinen Bischofsitz meistens inne- gehabt zu haben. Denn am 12. Januar 1393 übertrug er in Chur dem Anton Mayer von Sarn und dessen Erben 12 Mannsmad Wiese ob Sarns, genannt „pi-an 6e eavals" gegen einen Zins von 4 neuen Roßhufeisen mit zugehörigen Nägeln^, und am gleichen Tage dem „Heinrigetten und Vernharten, Ulrichs sel. genannt Feragud ehelichen Söhnen" vier Mannsmad Wiesen „?rov <1a (ZaiQdl-Äs" ob Sarns und zwei Mannsmad Wiesen „Orssta 6a Oavallair" in Tartair als Lehen 2°, gegen einen jähr- lichen Zins von 1 Fuder „Amatz" (Ohmad, Emd). Ab und zu urkundete er auch in Zuoz, wo er am 15. Dezember 1389 dem Werniers Cunz von Cadonaw sel. Sohne und dem Eglolf von Ardez das Bannerlehen zu Ardez-' und am 27. Juli 1390 dem Jakob Planten, seinem Ammann zu Zuoz, den runden Turm zu Vispran im Vergell mit allem Zubehör übertrugt, ein Zeichen, daß auch diese Täler zu ihm hielten, wie sie ihn dessen am St. Ursulatag (21. Oktober) versicherten. Als Bischof Hartmann anfangs November 1390 in Geschäften
        

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