— 28 — dienen: genauere Bestimmung von Form und Zierstil des Gefäßes oder Dünnschlifsuntersuchung des Tones. Der zweite Weg, in Kommender Zeit sicherlich von größerer Bedeutung, verspricht einstweilen Keinen Erfolg, da unsere Kenntnis der unterschei- denden Merkmale natürlicher LehmvorKommenen noch zu be- schränkt ist. Aber auch stilistische Betrachtung erweist sich nicht allzu erfolgreich, insofern unmittelbare Vergleichsstücke zu unserem Gefäß nicht bekannt sind. Verhältnismäßig engmündige, weitbauchige Formen mit vier (oder drei) Ösen Kommen unver- ziert und verziert in der Wetterau, am Rhein und im Neckarland, aber auch in Rössen selbst vor'. Freilich handelt es sich dabei meistens um Gefäße mit be- tonterem, engerem und vor allem höherem Hals und von ' schlankerer Form, also „Flaschen". Mit der tiefsitzenden weitesten Bauchung und dem niederen schlichten, nicht ausgeschwungenen Randteil erinnert das Gutenberger Stück mehr an gewisse Weiterbildungen der alten bandkeramischen Kämpfe, wie sie in der jüngeren Bandkeramik und unter rheinischer HinKelstein- ware auftreten. Allerdings erscheinen diese vorwiegend ohne oder mit senkrecht gebohrten Ösen und ohne RandKerbung'. ' Unverziert, ausgeschwungener, ein Drittel größer in Eberstadt. P. Z. >' >. 1313. Seite 397. Abb. 22.3. Unverziert, höherer Hals, Rand weniger 
ausgeschroungen, Festschrift zur 34. Allgemeinen Versammlung der Deutschen Anthropologischen Gesellschaft, 
Worms, 1903. Tafel 1 b, 5.11 aus Rhein-Dllrkheim bzw. Worms, Rheingewann. Unverziert, gleich dem vorigen mehr flaschenförmig, in Nierstein am Rhein Wiesengewarm, Behrens, Bodenurkunden aus Rheinhessen, Abb. 32. Verziert, höherer Hals, schlanker, Groszganach. Festschrist 
zur 42. Ver- sammlung der Deutschen Anthropologischen Gesellschaft, Heilbronn. 1911, Tafel IX, 5.1,2. Unverziert, etwas schlanker, Lingolsheim, Anzeiger für Elsassischt' Altertumskunde 
III. 1911, Tafel 19.9. Unverziert, enger höherer 
Hals, Rössen, Zeitschrift für 
Ethnologie 32. 1900 
(244) Fig. 1, 1—3. " Z.B. jüngere Spiralkeramiki Moselsürsch, Buttler, Die Bandkeramil in ihrem nordwestlichen Verbreitungsgebiet, 
Abb. 8,2. — Hinkelstein: Mons- heim, Behrens, Bodenurkunden 
aus Rheinhessen 37,9 u.a.m.
        

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