— 26 — Stellen der Steinschicht zu finden sein müßten. Es verdient be- sondere Erwähnung, daß aus dieser Schicht neben den Scherben des einen steinzeitlichen Topfes nur ein einziges anderes Gefäß- bruchstück geborgen wurde, das in viel spätere Zeit gehört. Wären die wiederholten Schürfungen in der Wanne nach be- stimmtem Plan vorgenommen und hätte man die Einzelbefunde genau vermessen und sorgfältig verglichen, so wäre immerhin schon einige Klarheit über die Geschichte der ein- ein- oder mehr- maligen Kuppenräumung bzw. der Wanne selbst zu gewinnen gewesen. Das vom Schweizerischen Landesmuseum wieder hergestellte Gefäß mißt in der Höhe etwa 15.5 em, in der größten Weite rund 17 cm. Das Profil ist bis unter die Verzierungszone ge- sichert, der gerundete Boden nach bekannten Vorbildern ergänzt. Hell braungelber Ton mit schwarzen Brandflecken, mäßig starke Wandung, die am Rand auf 2 bis 3 mm ausgedünnt wurde. Alle unverzierten Wandteile, also Halszone und Unterteil, aber auch die Stege zwischen den Zierfurchen weisen saubere Glättung aus. Die Verzierung selbst ist mit irgendeinem Werkzeug ein- gedrückt, dessen Ende weder einfache Meißel- noch Zungenform noch etwa Gabelung in gleiche Spitzen aufwies. Es handelt sich wohl um ein Gerät von ziemlich zufälliger Gestaltung, das denn auch nicht den eigentlichen Doppelstich oder Geißfuß,.sondern einen recht unregelmäßigen Doppeleindruck ergab. Die ein- zelnen Einstiche oder Eindrücke sind eng aneinandergereiht, so daß sie mäßig tiefe Furchen bilden. Eine Ausfüllung dieser mit farbigem Stoff, Kalk oder dergleichen — sogenannte InKru- stierung —, ist nicht mehr nachweisbar. Die Verzierung bestand aus einem umlaufenden Band von 10 bis 12 Zickzacklinien, das den ganzen Oberteil zwischen Hals und Rundbodenansatz füllte. Die unteren Zwickel dieses WinKelbnndes blieben leer, die oberen wurden durch Schräglinien ausschraffiert. Die gleich- mäßige Geschlossenheit der Musterung wird weder durch Senk- rechte noch durch ausgesparte Glattstreifen im Zickzack unter- brochen. In seiner gerundeten Form mit gekerbtem Rand, vier waagrecht gelochten Schnurösen zum Aufhängen und Zickzack-
        

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