— 25 — Im September 1934 unternahm Herr Peter Rheinberger eine Kleine Fundsuche in der Wanne des Gutenbergs, bei der Teile des hier vorgelegten Gefäßes zutage Kamen. Für die Fund- umstände bürgt also der genannte Gewährsmann; nach dessen freundlichst zur Verfügung gestellten Aufzeichnungen folgendes Profil ergraben wurde- 1. 0,20 m Gartenerde. 2. 0,15 m gröbere Erde, leicht lehmig, mit Mörtel, Ziegel- brocken, Knochen, einem menschlichen Unterkieferstück und Kammstrichscherben. 3. 0,85 m Bruchsteine ohne Erde, Steingröße bis 30^40.10 em. 4. 0,10 m steinige Kulturschicht mit Kohleschwärzung und teil- weise rotgebrannten Steinen. 5. Gewachsener lehmiger Boden. Die Scherben unseres Gefäßes wurden in Schicht 3 aus einem Bereich von etwa 1,5 m Durchmesser und fast 0,7 m Mächtigkeit erhoben. Da die Kulturschicht 4, die Herr Rheinberger über dem gewachsenen Boden erkannt zu haben glaubt, durchgehend von der Grobsteinschicht 3 überlagert wird, aus der die Scherben stammen, steht fest, daß die Fundstücke nichts mit der genannten Schwarzschicht zu tun haben. Das Profil wird vielmehr wieder lsiehe dieses Jahrbuch Band 33, 1933, Hild-Merhart Abb. 2) dahin zu deuten sein, daß zu verschiedenen Malen Abraum von der Berghöhe in die Wanne gestürzt und hier gelegentlich auch wohl noch verebnet wurde. Bei solcher gewaltsamer Verstürzung und Vermischung der ursprünglich auf der Kuppe lagernden Schichten ist es schon ein günstiger Zufall, daß aus der nur 2 :1,5 m messenden Grube Herrn Rheinbergers genügend Scher- ben zusammenkamen, um die Ergänzung eines Gefäßes zu erlauben. Der Ausgräber vermeinte mit dieser Erweiterung seines sonst nur meterbreiten Suchgrabens den Streubereich der Scherben schon überschritten zu haben, doch Kann für sehr wahrscheinlich gelten, daß weitere Teile des Topfes an anderen
        

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