— 16 — infolge Krankheit des Vorgängers mehr als 3 Jahre Keine Kon- ferenz des liechtensteinischen Priesterkapitels gehalten werden Konnte, traf es den neuen bischöfl. Landesvikar, eine Versamm- lung der Geistlichen einzuberufen. Dieselbe tagte am 18. Oktober 1898 im Pfarrhause zu Triefen. Erster und wichtigster Gegen- stand der Tagesordnung war die Wahl eines neuen Präses. Es wurde per aedainationem Landesvikar Büchel gewählt. In der nämlichen Sitzung trat Kanonikus Büchel, Pfarrer von Vaduz, ein Onkel Prälat Büchels, als Sekretär des Kapitels zurück, nachdem er 26 Jahre dieses Amt verwaltet hatte. Das Amt eines Vorsitzenden der Geistlichkeit verwaltete der Landesvikar stets so treu und gewissenhaft, daß ihn Papst Pius XI. im Jahre 1923 zum päpstlichen Hausprälaren ernannte und Fürst Johann II. ihm zum 70. Geburtstage den Titel eines fürstlichen geistlichen Rates verlieh. Bei der ersten Konferenz, welche der neuernannte Präses leitete, gedachte die Versammlung des 40jährigen Regierungs- jubiläums unseres Fürsten. Alle Teilnehmer unterzeichneten eine Adresse, welche dev Vorsitzende verfasst hatte. Auf den 13. November 1898 sollen alle Kirchen beflaggt und geschmückt werden, Festpredigt, Vesper und 1s vsum den Tag verschönern. Am 16. November feiern die Schulkinder. Sie ziehen in geschlossenem Zuge zur Kirche, wo ein Amt gehalten wird. So- dann Feier im Schulhause. Der Fürst hatte den Kindern der zwei untersten Klassen die Biblische Geschichte von Dr. Knecht, den übrigen Werktagsschülern die Liechtensteinische Landeskunde, den Fortbildungsschülern die Geschichte des Fürstentums Liech- tenstein, verfasst von Landesvikar Büchel, zukommen lassen. Kanonikus Büchel dichtete auch das Fürstenlied, welches der spätere Bischof Dr. Schmid von Grüneck vertonte. Mit diesem Gesänge schloß das erste dieser Fürstenfeste. Büchel bot in seiner Vaterlands- und Fürstenliebe alles auf, um Volk und Kind ans Fürstenhaus zu Ketten. In den Iahren der Wirksamkeit Prälat Büchels zählen wir manche Feste in Vaterland und Kirche, und er benutzte dieselben, dem Volke die Liebe zu Kirche, Fürst und Vaterland einzuprägen.
        

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