— 29 — sich noch 1398 im Besitze des Schlosses befand'". Rheinegg dagegen, wo Albrecht IV. von Werdenberg-Heiligenberg und sein Nesse Hugo V. von Werdenberg-Rheinegg den Angriff abwehrten, mußte nach elftägiger Belagerung an Herzog Leopold übergeben werden"^ mit gleichzeitigem Verzicht der Werden- berger auf die Vogtei im Rheintal zu Gunsten des Herzogs. Damit waren die Grafen von Werdenberg eines sehr wert- vollen Teiles ihrer Besitzungen beraubt, und die Habsburger hatten vorläufig ihren Zweck erreicht. Wahrscheinlich sind die Grafen Albrecht IV. und Hugo V. bei der Belagerung gefangen worden"». Mit Bischof Hartmann (IV.) von Chur Kam am 1. November 1397 ein schiedsrichterlicher Vergleich zustande, nach welchem die Feste Herrenberg bei Sevelen und der Hof Sevelen dem Grafen Rudolf von Werdenberg zugesprochen wurden-, doch sollte dieser dafür dem Bischof 90V Pfund Pfennige bezahlen'". An einem der Gegner der Werderberger, dem Grafen Jo- hann I. von Werdenberg-Sargans, vollzog sich die Strafe für seine Kurzsichtigkeit und Treulosigkeit fast unmittelbar. Statt den wohl gehofften Anteil am Raube zu erhalten, verlor er die Feste Wartau"5 und geriet in eine solche Schuldenlast, daß er den Herzogen seine Stammgrafschaft Sargans für 13 000 Pfund Heller verpfänden mußte"". Von Kriegstaten Heinrichs I. von Vaduz wird trotz dessen Beitritt zu den Bündnissen von 1393 und 1395 nichts berichtet, wie auch von einer Beteiligung seinerseits am SemvacherKrieg oder bei Näsels Keine Spur sich findet'". Häufiger als in Fehdeangelegenheiten sehen wir den Grafen Heinrich I. in Sachen des Friedens und in geschäftlichen Fragen Urkunden. Am 23. Juni 1392 war „Heinrich (I.) von Werdenberg- Sangans, herre ze Vaduz Angülte", daß die Grasen Heinrich III. von Werdenberg-Rheinegg und sein Sohn Rudolf (II.) dein Heinrich Christian von Konstanz 100 Pfund Heller jährlich von ihren EinKünsten aus der Stadt Rheinegg und dem Kirchensatz zu Tal um 1500 Pfund Heller auf Wiederverkauf veräußert
        

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