— 21 — jüngern Stiefbruder ein Tätigkeitsfeld überweisen. Aber auch finanzielle Sorgen mit Rücksicht auf die in Aussicht stehenden Kriegerischen Verwicklungen mögen hier bestimmend mitgewirkt haben. Denn durch die Erwerbung der Güter aus dem Nachlaß des Oheims, des Grafen Rudolfs IV. von Montfort-Werdenberg, gerieten er und sein Bruder, Bischof Hartmann (IV.) in Streitig- keiten mit den Verwandten. Es müssen dabei wirkliche oder vermeintliche Ansprüche der Grasen von Werdenberg- Rhein e g g, beziehungsweise mit den Werdenberg-Hei- ligenbergern unbefriedigt geblieben sein. Diese Rheinegger setzten alles daran, zu verhindern, daß FeldKirch an Oesterreich falle, da ihre Existenz durch diesen Erwerb der Herzoge bei deren bekannten Expansionsgelüsten noch viel gefährdeter als vorher werden mußte". Merkwürdigerweise scheinen die Rhein- egger aber den Kampf nicht mit den Herzogen von Oesterreich, die ihnen wohl zu mächtig waren, sondern mit ihren Verwandten, den Grafen von Werdenberg-Sargans zu Vaduz, begonnen zu haben. Einer FeldKircher Chronik zufolge^ muß der Churer Bischof Hartmann (IV.), der Bruder Heinrichs I. von Vaduz, zu Anfang 1390 in Konstanz eine Zusammenkunst mit seinem und Heinrichs I. Oheim, Rudolf IV. von Montfort-FeldKirch. gehabt haben, von der die Rheinegger wohl mit Grund ver- muteten, daß sie ihren Interessen, wie denjenigen der Habs- burger zum Schaden gereiche; auch mit den letztern war Bischof Hartmann verfeindet gewesen; denn diese unterstützten seinen Gegenbischof Anton, den ehemaligen Kanzler des Herzogs Albrecht von Oesterreich, da ihnen Bischof Hartmann (IV.) wegen seiner Annäherung an die Eidgenossen als verdächtig und unzu- verlässig erschien; die Herzoge wünschten einen ihnen ganz ergebenen Mann aus dem Bischossstuhle in Chnr zu sehen". Noch drei Tage vor dem Tode Rudolfs IV. von Montfort FeldKirch, am 10. November 1390, überfiel Graf Albrecht IV. von Werdenberg-Heiligenberg, der Bruder Heinrichs III. von Werdenberg-Rheinegg, den Bischof Hartmann (IV.) von Chur und führte ihn gefangen nach der Feste Heiligenbergwo er
        

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