m i st und Tisis (am linken Ufer der III) als Leibgedinge für seine Lebenszeit überlassen worden. — Die Feste Wälsch-Ram-. schwag wurde der Witwe des Grafen Rudolfs IV. von Montfort- FeldKirch ebenfalls als Leibgedinge gegeben". Alles übrige, also auch die Güter am Eschnerberge, erhielt Heinrich 1. von Vaduz als Eigentum, dazu die Leute zu Dievoltsau, Wein- gärten und den Burgstall zu Rebstein im heutigen st. gallischen Rheintal". Der Umstand, daß Rudolf IV. von Montfort-FeldKirch beim Verkauf seiner Besitzungen an Oesterreich diese Güter ausdrück- lich vorbehalten hatte, läßt es, wie Wartmann ^ wohl mit Recht betont, gar nicht als ersichtlich erscheinen, welches Recht Oester- reich hatte, diesen Besitz nach des Werdenbergers Tod ebenfalls zu Handen zu nehmen. Offenbar geschah die bezügliche Ab- machung unter dem harten Druck Oesterreichs, des neuen über- mächtigen Nachbarn, der in zielbewußter Verfolgung seiner Ziele in den Mitteln nicht wählerisch war. Heinrich I. von Vaduz mochte sich schließlich um so eher fügen, als seine Ehe mit Katha- rina von Werdenberg-Heiligenberg bisher Kinderlos geblieben war und sein einziger noch lebender Bruder, Bischof Hart- mann (IV.) von Chur, dem geistlichen Stande angehörte, die Vaduzer-Linie der Grafen von Werdenberg-Sargans somit mit Sicherheit dem Aussterben entgegen ging^. Die endgültigen Verhandlungen Heinrichs I. bezüglich des FeldKircher Erbes zogen sich, wie wir noch sehen werden, bis ins Jahr 1392 hin. Laut Urkunde vom 14. Februar 1391 versetzte Heinrich I. von Vaduz seinem lieben Bruder (beziehungsweise Stiefbruder) UlrichThüringvonBrandisfür 1600 Gulden in Gold seine Feste, gelegen im Wallgau, genannt Blumenegg, unter genauer Bezeichnung der Gemarkung,- es zählten dazu die Dörfer Ludesch, Türingen, Bludesch, die Vogteien Valentschienen und zu Friesen^. Von letzterer meldete Heinrich I. bald daraus, am 21. April 1391, daß er sie vom EinsiedlerAbteLudwig, Graf von Tierstein, zu Lehen erhalten hattet Welche Gründe Heinrich I. veranlaßt haben, diese Versetzung vorzunehmen, ist nicht ersichtlich. Vielleicht wollte er seinem
        

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