— 133 — dies die älteste bisher bekannte Mauer nicht nur Graubündens. sondern der ganzen Schweiz und wohl auch Mitteleuropas, An sie angelehnt und zum Teil mit ihr verbunden, fand sich ein bronzezeitlicher Ofen, der mit einem falschen Gewölbe abgedeckt war. Daneben liegender Fehlbrand ließe an einen Töpferofen denken, wenn er nicht für einen solchen wohl zu Klein wäre. Ueber der bronzezeitlichen Schicht fand sich noch eine rätische Siedlung, die aber, dem spärlichen Material nach zu schließen, wohl Kaum lange Zeit bestanden haben mag. Die in ihr aus- gefundenen Scherben zeigen die nächste Verwandtschaft mit den- jenigen von Clüs-Zernez, woraus wohl auf eine späte Stufe der rätischen Epoche geschlossen werden darf. In die gleiche Schicht gehört auch eine Bronzegießerwerkstätte. — Die Grabungen sollen gelegentlich fortgesetzt werden? namentlich ist beabsichtigt, die entdeckte Mauer weiter zu verfolgen lind vielleicht in ihrem ganzen Verlauf zu erklären. Die eisenzeitliche Forschung hat ebenfalls eine ganze Reihe neuer wertvoller Entdeckungen aufzuweisen. So ist es Josef Müller und seinen Söhnen gelungen, auf Kastels in der Gemeinde Mels, dem ausgedehnten Bergrevier mit seinen Mühlsteinbrüchen, von dem schon aus früherer Zeit verschiedenerlei Funde bekannt waren, eine Stelle mit späteisenzeitlicher Schicht ausfindig zu machen. Eine Kleine Sondierung ergab einige Scherben vom Typus Clüs-Zernez, dann aber einige sicher Keltische Scherben mit Besenstrich' und große Stücke von Graphittonkeramik. Wer es erfahren hat. wie das Fundinventar einer Siedlung in ver- schiedenen Teilen einer Siedlung wechseln Kann, versteht es. daß es heute noch verfrüht ist, aus den wenigen bisher bekannten Scherben 
sichere Schlüsse zu ziehen. Es ist sehr wohl möglich, daß der verhältnismäßig starke und auffallende Keltische Einschlag sich vermindert, wenn erst einmal ein größerer FundKompler durchforscht ist. Immerhin ist festzuhalten, daß sowohl in der rätischen Siedlung auf Lichtenstein wie auch auf Kasteis viel mehr Keltische Funde zutage treten als in den gleichzeitigen Siedlungen, die sich weiter drin in den bündnerischen Bergen finden. - Aehnlich Jahrbuch des Heimischen Pereins für das Fürstentum Liech- tenstein, 3». Band, Abb. Z, links »nten und links Mine, S »
        

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