— 110 — Der von Rheinberger über die Südkuppe bis zum Westwall gezogene Suchgraben läßt darauf schließen, daß die Bauten nur längs des Walles lagen. Nur verstreute Kleinfunde, auch Silex- splitter, Kamen da zum Vorschein. Erst drüben am Südwestwall tauchen die Siedlungsschichten wieder auf. Stellenweise reicht der Fels im Hofe sogar fast bis an die Oberfläche herauf und meist liegt nur eine nicht sehr tiese Löß- und Humusschichte vor. Andere Gräben scheinen in der Südecke Spuren jüngerer, unbekannter Zeit angehörender Benützung zu zeigen, die erst näherer Untersuchung bedürfen. Wir wenden uns nun den Siedlungsresten am Südwestwalle zu, die hier nur bis zur Tiese der 
Herde I und II angeschnitten und z. T. untersucht wurden. Es 
scheinen sich aber, wie z. B. die altertümliche Scherbe 
Abb. 6,14 zu erkennen gibt, auch auf dieser Wallseite, wie drüben, ältere steinzeitliche Schichten zu befinden. Nach Abhub der Humusdecke 
zeigt sich, wie verschiedene Schnitte bekunden, vom Tore ab eine aus ausgeschütteten Steinen erstellte Berme, 
Plan 3, Schicht 1, von 
etwa 3 m Breite. 
Sie ist aber allem Anscheine nach nicht ganz aus einem Gusse. Es machen sich in ihr Stellen bemerkbar, die ausgetreten anmuten, wie ja auch im obern Drittel nn eiserner Durchschlag gefunden wurde, während die untersten Lagen auffällig viele Küchenabfälle an Tierknochen enthalten. Haus- und Iagdtiere halfen die Mahl- zeiten der Siedler bestreiken: Rind, Pferd, Schwein, Ziege oder Schaf, Hirsch und wohl Reh sind bei oberflächlicher Durchsicht erkennbar. Ueber die Zugehörigkeit des Topfscherbens, 
Abb. 6,12, mit latene anmutendem Verstrich, das wenig über der tieferliegenden Kulturschicht zum Vorschein Kam, liegt in Anbetracht seiner andern Eigentümlichkeiten noch Zweifel vor; 
es ist jene grob- tonige steinige Ware, die im allgemeinen für La-Tene nicht in Frage Kommt. Unter der Steinberme tritt eine mit viel Holzkohle 
durch- setzte Brandschicht einer zerstörten Siedlung 
(Plan 3, Schicht 2) mit Küchenabsällen, Schweins- und RindsKieser, Schlacken und Scherben, vorwiegend Atereisenzettlicher ^lrt auf, 
die sich auch
        

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