— 105 — Werkbeziehung muß er, wie ein zweiter ähnlicher, in gleicher Schichthöhe am Felsen stehender gestanden haben. Was aber die Schichten (?—L als unzweifelhaft jungsteinzeit- lichen Kulturen angehörend Kennzeichnet, sind die in ihnen angetroffenen mannigfachen Werkzeuge und Kleinwassen aus Horn- und Feuerstein sowie die Bruchstücke zweier Lochhämmer und ein Schaber aus grünlichem Hornblendeschiefer, die die Abbildungen 3 und 4 wiedergeben. Der größere der beiden Lochhämmer, von dreieckiger Grund- form, hat ein Konisch gebohrtes Loch von 21 zu 25 mm anstei- gender lichter Weite, abgerundete Kanten und schartig gewordene Schneide. Seine ursprüngliche Länge maß an 13 em (Abb. 3, 9 und 10). Auch das Kopsstück eines zweiten gleicher Grundform ist recht abgearbeitet. Seine Seitenflächen sind aber scharfkantiger abgeschliffen, nicht so rundlich als beim vorigen. M. Hell ver- öffentlichte in der Wiener Prähistorischen Zeitschrift, 1933, S. 114. Abb. 1, 1, einen sehr ähnlichen, nur viel größeren Lochhammer, ebenso Konisch durchbohrt, der zum bandkeramischen Formen- Kreis gehört, also jungsteinzeitlicher Kultur angehört. Die für die täglichen Bedürfnisse am Platze selbst zube- reiteten Werkzeuge aus Silex: Schneiden, Spitzen, Bohrer und Schaber der Abb. 4 sind meistens aus grünlichem Hornstein, den sich die damaligen Siedler als echte „Selbstversorger" im Rhein- bett suchen mochten, seltener aus rotem, nur ein einziges, der Bohrer, Abb. 4,21, aus wachsgelbem Hornstein gefertigt. Von grünem Hornstein fanden sich Kern- und Rindenstücke, die als Vorrat und Abfälle liegen blieben. Dagegen sind die Kleine, vermutlich von einem Pfeile stammende Dreieckspitze, Abb. 4, 8, aus hellgrauem, die beiden Klingen, Abb. 4, 2 und 3, aus milchigem Feuerstein und die Pfeil- und Speerspitzen sicherlich nicht bodenständige Ware. Von rotem Hornstein sind die Kleine Klinge, Abb. 4,1, die breitere, Abb. 4, 10, der Schaber, Abb. 4,13, und die Spitze, Abb. 4,19. Selbst Bergkristall wurde zu benützen versucht, wie die beiden aber doch Keine richtigen Schneiden zeigenden Stücke. Abb. 4,17,18, und ein Rindenstück nahelegen.
        

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