- 8 - Besonders die Untersehenkelknochen erwiesen sich als sehr brüchig und faulig. Die Fußknochen waren außer den Fersen- knochen ganz oder größeren Teils verschwunden. Es ist nicht anzunehmen, bei der ungestörten Lage der vorhandenen Glie- derteile, daß eine frühere Störung hier stattgefunden hätte. Es kann dieses teilweise Fehlen der kleineren Knochenteile einzig auf Grund der ungünstigen Bodenverhältnisse (vom Wasser durchzogen) erklärt werden, so daß kleinere Knochen- teile durch Fäulnis und Abtragung im Sickerwasser zerstört wurden und verschwanden. Die in diesem Grabe noch findbaren geborgenen Eisenteile ergeben unmöglich ein zusammenhän- gendes Bild ihrer Form, sind nur mehr spurweise vorhanden und liegen beim Fund. Das Erdmaterial unter der Fundstelle ist lehmig und mit kleinen Steinchen durchsetzt. Herr Konrad Wenaweser übergab uns zum Abschlüsse der Bergung das von ihm früher an Hand genommene Skramasax, das leider in zwei Stücke gebrochen ist, und, wie betont, aus einem anderen Grabe stammt. Herr Architekt Hinderer über- gab nachträglich das weitere an Hand genommene Eisenstück, das jedenfalls eine kleinere Waffe darstellt und aus einem dritten Grabe stammt. Bei der weiteren Durchführung der Grabarbeiten zum Fun- damente der Stützmauer übernahm Herr Egon Rheinberger die weitere Beobachtung eventuell zutage tretender Funde. Es wurden weiterhin keine neuen Funde entdeckt. Nur ergaben sich aus dem Schutte noch einige wenige Glaspastaperlen und ein grünblauer Glasring. Von der Fundstelle wurden zwei photographische Auf- nahmen gemacht, und zwar eine zur Uebersicht und eine über die genauere Lagerung der Zierscheibe. Als Lagenmaße des Grabes wurden festgestellt, daß die Fundstelle von der nord- östlichen Ecke des Ladenbaues bei Hausnummer 158 genau östlich über die Straße gemessen 10,70 m, und von der süd- östlichen Ladenecke, ebenfalls über die Straße gemessen, im gleichen Abstand entfernt steht. Die Tiefe unter der heutigen Friedhofoberfläche beträgt 2,40 m. Eine kleine Skizze mit Ein-
        

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