- 88 - in Hohenzollern), dem wissenschaftlichen Bearbeiter und ein- zigen wirklichen Kenner der Gattung. Er hat mehr als ein Menschenalter an ihr gearbeitet. Die nachstehend veröffent- lichten Funde hat er überprüft; deshalb ist ihm an dieser Stelle der wärmste Dank zum Ausdruck zu bringen. In Liechtenstein sind von den pilosellaähnlichen Hierazien bisher 5 Stammarten und 10 Zwischenarten, von den eigent- lichen Habichtskräutern bisher 18 Stammarten und 25 Zwischen- arten, unter Zurechnung des H. staticifolium All., zusammen also 59 Arten festgestellt worden. Darunter befinden sich, neben zahlreichen Unterarten, 6 Zwischenarten, die aus dem liechten- steinischen Staatsgebiete bisher nicht bekannt waren. Eine Unterart, H. Wiesbaurianum Uecb.tr., ssp. divergentidens Schack u. Zahn, wird nun überhaupt zum ersten Male veröffentlicht. Neun Unterarten, außer der eben genannten: H. oxyodon Fr., ssp. pseudamauradenium Murr u. Zahn; H. chondrillifolium Fr., ssp. poliocrotaphum Murr u. Zahn; H. dentatum Hoppe, ssp. Bruhinianum Feurstein u. Zahn; H. murorum L., ssp: meco- zoum Schack u. Zahn; H. Arolae Murr, ssp. Feursteinii Zahn; H. bifldum Kit., ssp. Triesenense Murr u. Zahn; H. levicaule Jord., ssp. sublonchodes Zahn und ssp. pseudo-Ficini Murr u. Zahn haben ihren einzigen bisherigen Fundort in Liechten- stein; auf ihr Vorkommen in den angrenzenden Gebieten wird besonders zu achten sein. Die Verbreitung der Habichtskräuter steht in engem Ver- hältnis zur Bodenunterlage. Das Gabelköpfige, das Blutrote, das Alpen- und das Hasenlattichähnliche sowie das — in Liech- tenstein bisher noch nicht gefundene, wohl aber in den benach- barten Bezirken, z. B. am Arlberg vorkommende .— Weißlich- gelbe Habichtskraut (H. intybaceum Wulfen) benötigen zu ihrem Fortkommen kieselhaltigen Boden. Das Zottige Habichts- kraut kommt nur auf kalkhaltigem Boden vor. Das Niedrige und das Stengelumfassende Habichtskraut sind ausgesprochene Felsenpflanzen. Die Hieratien lieben Rohhumus, ungedüngten Böden. Auf gedüngten, zweimähdigen Wiesen 6ucht man sie vergeblich. Einzelne Arten blühen im Frühling, andere sind
        

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