- 77 — hatte, wurde auf besondere Bitte ersetzt durch Pfarrer Häusle von Bendern. In das erwähnte Jahr fiel die 40jährige Regierungszeit des Fürsten Johann II., welche feierlich in allen Pfarreien began- gen wurde. In den folgenden Konferenzen trat der neue Landes- vikar warm und sehr eingehend für einen gründlichen Unter- richt in Religion ein. Man mußte merken, daß ein tüchtiger Schulmann die Konferenzen leitete. Als Häusle Ende 1899 das Land verließ, wurde Pfarrer Schmid Sekretär, welcher sein Amt bis zum Tode (1931) sorgfältig besorgte. Das Kapitel beteiligte sich auch mit Freude an den beiden Jubiläen, welche in das Jahr 1908 fielen: das Jubiläum unseres gütigen Landesvaters Johann IL, welcher auf 50 Jahre seiner Regierung zurückschauen konnte, und das 50jährige Priester- jubiläum des Papstes Pius X. Im Anschlüsse an die bekannten und epochemachenden Dekrete dieses Papstes über die öftere hl. Kommunion wurde in mehreren Konferenzen die wichtige Angelegenheit besprochen. Zum Schutze von Angestellten richtete das Kapitel eine Stellenvermittlung ein, welche mehrere Jahre erfolgreich arbeitete. Des weitern wurde der dringende Wunsch ausgesprochen, daß jeder Pfarrer eine Agende führe. Wie vor- dem das Kapitel sich der Stellenvermittlung annahm, so grün- dete es im Jahre 1913 einen Krankenpflegeverein, für welchen besonders Pfarrer von Reding eifrig warb. In den Maitagen des Jahres 1916 hielt Bischof Georgius Schmid von Grüneck eine Pastoralkonferenz im Kloster Schel- lenberg, wobei er neben zahlreichen Anweisungen auch den Auftrag erteilte, es sollten sechs Priesterkonferenzen gehalten werden, wovon eine eine Tagesversammlung mit Gottesdiensten sein soll. Im Anschlüsse an diese Erlässe wurden sodann die Statuten des Kapitels revidiert. Die Not der Kriegsjahre 191418 verlangte manche ein- schlägigen Erklärungen über Schmuggel, Wucher usw. Auch lenkte die Schwere der Zeit auf die Wichtigkeit der Jugend-
        

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