— 6 — Iettes, durchstört war, und daß ein Teil des Aushubes sogar schon ob der Straße neben dem Friedhof abgelagert lag. Herr Wenaweser wurde aufmerksam auf das Grab durch das Auf- scheinen einer Armspange, und nach genauerer Sichtung der Stelle fanden sich auch eine zweite Armspange und verschie- dene Glaspastaperlen, die Wenaweser sorgfältig zusammen- legte. Durch die beiden genannten Mitglieder des Historischen Vereines wurde dann das Grab und der Aushub sorgfältig weiterhin untersucht und der schon vorhandene Fund entgegen- genommen. Bereits gesammelt durch Herrn Wenaweser waren aus diesem Grabe vorhanden: Zwei bronzene Armringe und etwa zwei Dutzend Glaspastaperlen verschiedener Art und Größe. Tm bereits abgelagerten Schutte fanden sich weiter vor etwa drei Dutzend Glaspastaperlen, ebenfalls verschiedener Größe und Form, einige Bernsteinperlen, eine Anhängselkugel aus Bronzeblech'und einige unbestimmbare Eisenreste, seheinbarvon Gürtelschnallen oder dergleichen. Im Schutte des Grabes fanden sieh weiterhin eine Anzahl dieser Glaspastaperlen und dann in dem noch unverletzten Grabteile, der sorgfältig bloßgelegt wurde, die weiteren Fundgegenstände. Die Lage der Leiche war 68 cm unter der jetzigen Straßen- oberfläche, in der Höhe von etwa 20 cm von einer Löschkalk- schicht ca. 2 cm stark überschichtet. Bei der Leiche und im Schutte um die Leiche waren verschiedene Kohlenspuren zu bemerken. Die Leiche lag kopfseits Südwest gegen Nordost und war, wie betont, bis unter die Beckengegend bereits durchgestört. Es konnten auch die einzelnen Skeletteile nicht mehr zusammen- gebracht werden, so daß auch das Geschlecht der Leiche, wenn sie auch, nach den Beigaben und noch vorhandenen Knochen zu schließen, wahrscheinlich eine Frauenleiche war, immerhin nicht mit Sicherheit kann bestimmt werden. Zudem war gerade die Bergungsstelle sehr feucht, so daß sowohl die Skeletteile, wie auch die übrigen Fundstücke durch die Feuchtigkeit z. T. stark angegriffen erschienen. Die Eisenteile waren sozusagen ganz
        

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