- 67 - für den 10. Juni des Jahres beschlossen. Der Beschluß wurde durchgeführt. Allgemein zeigte man Verständnis für die Wünsche des Oberhirten und eine besondere Kommission er- hielt den Auftrag, die Satzungen für die Konferenzen zu ent- werfen. Bereits am 10. Juni legte die Kommission den Entwurf vor und zugleich wurde der 8. Juli 1850 als Tag der ersten und grundlegenden Konferenz in Aussicht genommen. Die Satzungen wurden auf dieser weitern Konferenz zu Ende be- raten und nach der Beschlußfassung schritten die Teilnehmer ungesäumt zur Bureauwahl. Als Präses wurde gewählt: Jakob Carigiet, Kanonikus und Pfarrer von Schaan; als Beirat: Johann Anton Wolfinger, Kurat in Vaduz; als Sekretär: Rudolf Schädler, Pfarrer in Bendern. Die arbeitsfrohe Konferenz beschloß auch sofort die The- mata, welche die nächste Konferenz behandeln sollte. Sie weisen auf die Schäden hin, an welchen die Kirche damals litt. 1. Der Präses soll beginnen mit dem Referate: „Was sollen die Seelsorger tun, um die vielen Mißbräuche an Sonn- und Feiertagen abzustellen?" 2. Der H. Beirat will sprechen: „Wenn es wahr ist, daß das Ansehen der Geistlichen in unsern Tagen gesunken ist, was können dieselben tun, daß sich ihr Ansehen wieder hebe?" 3. Sekretär Schädler wählte sich das Thema: „Es möchten die Mittel angegeben werden, wie der Besuch des Gottesdienstes gefördert und die dabei Aergernis Gebenden zur Pflicht zurückgeführt werden können." Die Konferenz sollte noch im nämlichen Jahre, und zwar am 26. August in Schaan stattfinden. Unterdessen traf auch die bischöfliche Genehmigung ein, und zwar mit Datum vom 16. August 1850: „Vorstehendes Sta- tut wird in allen seinen Paragraphen mit ebenso großem Ver- gnügen als rühmlichst verdientem Danke hiemit Oberhirtlich bestätigt."
        

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