— 5/ zwischen den Mundarten Liechtensteins und jener der Bündner Herrschaft. Einzelne davon wurden hier erwähnt, auf andere, ebenso wichtige, konnte nicht eingegangen werden. Wie eingangs bedeutet wurde, ist die Mundart in Triesen- berg walserisch und hebt sich dadurch scharf von den Tal- mundarten ab. Sie zeigt den gleichen Charakter wie die Mund- art in den Vorarlberger Walserorten und jene in den schwei- zerischen Walsersiedlungen und im deutschen Wallis selbst. Besonders eng ist der Zusammenhang mit den Graubündner und Vorarlberger Walsergruppen. Die Walser haben in ihrer Heimat und in den Kolonien zähe an der alten Mundart festgehalten. Man kann in ihr tat- sächlich noch verschiedene Erscheinungen beobachten, die in den übrigen alemannischen und sonstigen deutschen Mund- arten schon längst verschwunden sind. Ein Fall dieser Art ist z. B. die Bewahrung farbiger Endsilbenvokale, wo die anderen Mundarten Uniformierung in mehr oder minder hohem Grade eintreten ließen. Die Verhältnisse sind indessen in den ver- schiedenen Walsergebieten ungleich und hier handelt es sich nur darum, die allen Walsermundarten, damit auch der in Trie- senberg eigentümlichen Erscheinungen herauszuheben. Aller- dings werden manche Eigentümlichkeiten der Triesenberger Mundart, die im Gegensatze zu den Talmundarten stehen, als Folge des Verkehres mit den Talgemeinden langsam zurück- ^ gedrängt; so z.B. die Aussprache ch für kch in chalC chind, chn^cht usw., wobei es sich jedoch nicht um eine spezifisch \ £ walserische Spracheigentümlichkeit handelt. Die Walser sprechen jedoch auch im Wortinlaute nach n ein ch oder h, z. B. triicha für „trinken", deicha für „denken", wiicha für „winken" gegen tringga, dengga, wingga in den Tal- gemeinden. Diese Aussprache mit ch findet sich außerhalb des Walserischen nur noch im Berner Oberland und die Mundarten, die sie aufweisen, werden hochalemannisch genannt. Allein den Walsermundarten eigentümlich ist die sch- artige Aussprache des s in Wörtern wie böösch für „böse",
        

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