- 38 - zeiten benützt wurden, sondern breitete sich auch im bequemer siedelbaren Vorlande der Anhöhen aus. Einen solchen Platz haben wir hier offenbar vor uns. Er schließt sich übrigens enge an den Hügel „Am Schneller" (2 des Uebersichtsphmes) an, der reichliche Siedelungsspuren aufweist und vielleicht auch befestigt war, obwohl deutliche Spuren nicht mehr vor- handen sind. Von den hier gefundenen Scherben besitzen manche sehr primitiven Charakter und scheinen sich an jene Ware anzuschließen, die Merhart und Hild beim Nellenbürgle am Xordabhange des Kummenbeiges (Vorarlberg) feststellen konnten. Sie tritt dort im Rahmen einer spätneolithischen An- siedlung auf. Wir haben damit wiederum einen Hinweis ge- wonnen, daß auf dem Schellenberge auch neolithische Besiede- lüngszeugnisse zu erwarten sind. Unser letzter Anstieg galt dem Hügel „Auf dem Burscht'' (4 des Uebersichtsplanes), der unmittelbar gegenüber dem Schlosse Neuschellenberg liegt. Auf seiner Kuppe wurden wir durch den Anblick einer Wallbefestigung von selten guter Er- haltung überrascht. Daß sie prähistorisch ist, steht außer allem Zweifel. An mehreren Stellen wurde die übliche rätische Ton- ware festgestellt. Der Hügel ist von Natur aus äußerst wehr- haft; wo die Hänge nahezu senkrecht abstürzen, setzt die Um- wallung aus. Eingangstore und Zugangsweg der Wallburg sind noch deutlich erkennbar. Das Ergebnis dieses Ausfluges war die Feststellung, daß der westliche Schellenberg zweifellos ein Mittelpunkt prähisto- rischer Besiedelung gewesen ist. Man darf annehmen, daß diese schon mit der jüngeren Steinzeit einsetzt und sich gegen die römische Periode hin immer mehr verdichtet hat. Die spät- prähistorische la-tene-zeitliche Kultur des Schellenberges ent- spricht offenbar vollkommen dem, was wir von den beiden anderen bedeutenden Siedelungsplätzen des schweizerisch-liech- tensteinisch-vorarlbergischen Rheintales wissen, dem Montlin- ger Berg bei Montlingen (Funde im Museum St. Gallen) und dem Gutenberg bei Balzers. Daß wir nur diese beiden Namen
        

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