Vorbemerkungen. Die im Folgenden mitgeteilten Urkunden wurden im Jahre 1W4 bei den Aufräumungsarbeiten für die Einleitung der Re- staurierung des Schlosses Vaduz im Schütte der sog. „Hölle", einem fast lichtlosen Raume unter der heutigen Küche des Saal- baues, von unserem Vorstandsmitgliede Herrn Egon Rheinberger, damals Mitglied der von weiland Seiner Durchlaucht Fürsten Johann II. für die Schloßrestaurierung bestellten Kommission, gesunden, gesammelt und mit unsäglicher Mühe soweit möglich gereinigt und geglättet. Sie wurden dann im Regierungsgebäude in Verwahrung genommen und gelangten in die Sammlungen des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein. Herrn Rheinberger gebührt für die großen Bemühungen um diese Urkunden besonderer und wärmster Dank. Die Urkunden sind, wie nach dem Gesagten nicht anders zu erwarten, vielfach sehr beschädigt und teils von Würmern, teils von Mäusen angefressen. Manche der Papiere weisen auch eine stark verblaßte Schrift auf. Die Exzerpierung der Urkunden, die scheinbar schon früher versucht wurde, war daher eine sehr mühevolle Arbeit und war es bei einer Reihe derselben nicht mehr möglich, einen zusammenhängenden Inhalt herauszulesen. Die wenigeren der Urkunden haben eine größere Bedeu- tung für die eigentliche Geschichte unseres Landes, weil der Zu- sammenhang mit bestimmten Ereignissen vielfach fehlt. Ich habe mich daher gefragt, ob sich die Veröffentlichung empfehle oder nicht. Sie bieten aber eine solche Fülle an Einzelheiten, z. B. über die Haushaltung bei den Grasen von Hohenems während ihrer Vaduzer Regierungszeit, dann über Wert- und Preisverhältnisse des 17. und 18. Jahrhunderts, endlich beachtenswerten Stoff für den Familienforscher, daß ich mir die eben genannte Frage be- jahen zu sollen glaubte.
        

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