7>I In den senkrechten Westwänden des Gyrensteins aus der Hahnenspielalpe, die nach dem Sarninatal hinunterblicken, befin- det sich in es. 2000 m Höhe eine namenlose Kleine Höhle, eher eine Nische, von auffallend regelmäßiger Form (Abb.3 u.4). Sie ist vom Rasen am Fuße des Felsens in einer Kleinen Kletterei von 3,4 m Höhe zu erreichen, hat eine ungefähreTiefe von 2,30m, im Eingang eine Höhe von ungefähr 2,10 m und eine Breite von ungefähr 3,50 m. Der Boden der Nische ist muldenförmig vertieft, und Zwar so, daß links vorne eine flachere Mulde und hinten eine tiefere Mulde zu finden sind. Diese beiden Mulden sind mit Sand gefüllt, und zwar in der vordern Mulde etwa 30, in der hintern etwa 50 em tief. Die beiden Mulden sind durch stehen gebliebene Felsreste voneinander abgetrennt (Abb. 1 und 2). Vor etwa 20 Jahren stocherten einige Hirten, darunter Franz Josef Büchel, mit Stöcken im Bodensand der Felsnische herum und stießen dabei auf menschliche Knochen. Sie deckten daraufhin ein ganzes Skelett auf, das nach ihrer, wie es scheint ziemlich zuverlässigen Beschreibung, als Hocker im Boden lag. Seine Richtung war N>V—80 mit dem Schädel im N>V. Der Blick des Toten scheint nach dem Höhleneingang gerichtet gewesen zu sein. Ober- und Unterschenkel waren möglichst nahe an den Körper herangezogen, während die Arme nur ganz leicht gebogen waren. Der Schädel wurde in die nahe Mvhütte gebracht, ist dort aber seither verschollen. Als Beigabe wurde eine Knochennadel (Abb. 5) gefunden,, die dann bis in die Ge- genwart bei F. I. Büchel als Pfeifenstopfer Verwendung fand. Berichtet wird noch, daß an der Nadel ein „grünes UhrKettchen" gehängt habe. Dieses Stück ist aber ebenfalls verschollen. Vor Kurzem erst erhielten Herr Egon Rheinberger, der verdiente Erforscher des Schlosses Gutenberg, und seine Söhne von dem Funde Kenntnis. Sie erwarben die Knochennadel, machten sowohl dem Historischen Verein des Fürstentums Liechtenstein als auch
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.