47 Römische Baureste in Balzers. Von Egon Rheinberger. Wir berichteten im 32. Jahrbuch über den Fund eines römi- schen Skelettes beim Kanalbau in Balzers. In der weiteren Fortsetzung der Bauarbeit stieß man 6 m südlich von der un- teren Brücke im „Gaguz", mitten im Kanal bei 2,20 m Tiefe, auf gutes Mörtelmauerwerk mit 80 cm Stärke, 1 m Höhe und, soweit die Mauer verfolgt werden konnte, wurden 6,40 m Länge bei m Breite gemessen. Zwischen dem Mauerwerk, in 2,20 m Tiefe unter dem Rasen, zeigte sich eine schöne Steinpflästerung, die wahrscheinlich dem Heizraum angehörte, in welchem noch ein Hypokaustpfeiler aus Sandstein gefunden wurde. Außerdem sind als Begleitfunde einige römische Scherben, sowie ein unbestimmbarer Bronzetrichter, der auch jünger sein könnte, gehoben worden. Wir haben es hier allem Anscheine nach mit den Bauresten einer römischen Villa zu tun, zu der zeitlich gut das weitere, südlich gelegene Römergrab paßt. Durch diesen Fund ist somit auch für Balzers eine römische Besiedlung erwiesen, während man im benachbarten Mäls bis jetzt vergeblich auf Spuren aus jener Zeit wartet. Auffallend ist der Standort der Villa, im Ueberschwemmungsbereich des Rheines gelegen, wie die unge- heure Überschotterung der Fundstelle sowie der ganzen Talsohle zeigt. Das Tal überhöhte sich seit etwa 1600 Jahren über 2,40 m. Die Meldung der Fundstelle verdanken wir unserem Mit- gliede Alois Frick von Mäls.
        

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