— Voran geht der Schmutztitel: Freywillig-auffgesvrungener ' / Granat-Apffel, / / Deß / / Christlichen Samaritans, Der lange Titel entspricht dem Geschmack der Zeit. Er wird sogar in den späteren Auflagen durch die Erwähnung eines beigegebenen Kochbuches, durch Bezeichnung der Auslage noch verlängert. In den Ausgaben der Firma Voigt bleibt er sonst immer gleich: nur veränderte Einteilung der Zeilen. Kleine Ver- änderungen in der Orthographie, Einfügung von Rotdruck unter scheiden die einzelnen Ausgaben voneinander. Tatsächlich zeigt jeder der verschiedenen Titel eine, wenn auch nur unbedeutende Verschiedenheit. Die Titel der außerhalb Wiens erschienenen Ausgaben sind Kürzer, nur der Grazer Druck schließt sich dem Original auch hier nahe an. Die Bezeichnung Granatapfel deutet auf die Fülle des Inhalts. Die Fürstin wollte besonders den armen, mittellosen Kranken zu Hilfe Kommen und ihnen billige, heilkräftige Rezepte und Diätvorschriften an die Hand geben, um ihnen die Reisekosten zum Arzt und die Spesen für die ärztliche Behand- lung zu ersparen, eine große Wohltat in jener Zeit, wo die Vertreter der Medizin sich nur in den größeren Städten auf- hielten. Das Buch enthält über 1750 Rezepte für allerlei Krank- heiten. Voran gehen die Vorschriften über die Herstellung „von allerhand Wässern, von allerley Spiritibus", die Bereitung von Branntwein, Essig, Säften, Zucker, Salsen, Latwergen, Oelen, Salben, Pflastern usw.: darauf folgen die Rezepte für die ver- schiedenen nach dem Alphabet aufgezählten Krankheiten. Für jede Krankheit werden zahlreiche Heilrezepte gegeben: Augen- Zuständ (21 Rezepte). Apostem-Zuständ (7), vor den Affel (Ge- schwülste, 7), vor die goldene Ader (11), Angina (3), Abnehmen an Laib (6) usw. Besonders groß ist die Zahl der Vorschriften für Frauen- und Kinderkrankheiten: Frauen-Zuständ 12, weißer Fluß 17, Zeit treiben 19. schwangere Frauen 109, Kinder- Blattern 17, Kinder-Katarrh 31, Darm-Fraisen 3 usw. Ost behandelt sind
        

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