- 97 - Wenige Tage vor Abfassung dieses Berichtes teilte Herr Rudolf Hasler, Waldaufseher in Gcunprin, dem Berichterstatter mit, daß er bei der Burgstelle im Lutzengütle eine römische Münze von Diokletian (sehr gut erhaltene Broncemünze) und eine lanzenartige Waffe gefunden habe. Die 
Waffe ist aus Eisen, Spitze abgebrochen, von der 
Dülle (15 mm lichter Durchmesser) bis 
zur Bruchstelle 43 cm lang, an der beitesten 
Stelle 25 mm breit. Im Lutzengütle wurde vor einer größeren Reihe von Iahren von der damaligen Vereins- leitung schon ein Versuch der Ausgrabung unternommen. Außer spärlichen Mauerresten wurde damals 
jedoch wenig gefunden. Auf diese Burgstelle hat damals der frühere Waldaufseher von 
Gam- prin, der inzwischen verstorbene Jakob Hasler, aufmerksam gemacht. Am 16. Juni 1932 fand über Anregung des hochw. Herrn P. Diebolder eine geineinsame Tagung unseres Vereins und der histo- rischen Sektion des Heimatbundes Sargans-Wartau in Trübbach statt, an welcher Herr Reallehrer Felder aus St. Gallen einen hochinteres- santen Vortrag über Burgen und Hochw. Herr Pfarrer Diebolder einen ebenso interessanten Vortrag über die Geschichte der Burg und Herrschaft Wartau hielt. Die Versammlung erfreute sich sehr guten Besuches auch aus Liechtenstein. Einer Einladung des Schweizerischen Burgenvereins zum Bei- tritte als Kollektivmitglied konnte dank der finanziellen Förderung durch die f. Negierung Folge geleistet werden. Bei der Aufnahme der Arbeiten für das vorarlbergisch-liechten- steinische Wörterbuch und der Organisation dieser Arbeiten für Liechten- stein hat der Vereinsvorsitzende mitgewirkt. Die Leitung der Arbeiten für dieses Wörterbuch hat Herr Professor Dr. Iutz in Innsbruck in Händen. Im 
Frühjahre 1932 hat die fllrstl. Negierung Ihren Vereins- vorsitzenden eingeladen, den 
vor 2 Jahren durch die wertvolle Vor- arbeit des Herrn Bankprokuristen Wilhelm Fehr in Vaduz zustande gekommenen Entwurf eines Gesetzes betreffend den Naturschutz mit Vertretern der Sektion Liechtenstein des D. u. Oe. Alpenvereins, des Verkehrsvereins und des historischen Vereins einläßlich zu be- sprechen. Diese Besprechung des Gesetzentwurfes fand 
in 3 Sitzungen von Vertretern der genannten Vereine statt. Der hiebei ergänzte bezw. bereinigte Gesetzentwurf wurde der fürstl. Negierung wieder porgelegt und 
sieht derselbe unter anderem vor:
        

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