- 93 - entfachte wieder der alte Streit um das Münzprivilegium von Nheinau. Nachdem die Eidgenossen als Schutzherren der 
Abtei sich zu deren Gunsten ins Mittel gelegt hatten, ließen beide Grasen von Sulz 1623 ihre Münzstätte zuThiengen schließen. Es wurden binnen zwei Jahren für die gräflichen Brüder von Sulz nicht weniger als 65 diverse Münzen gepvägt und zwar sind bis heute bekannt: Auf den Namen Alwig VII. a) undatiert: 1 Kreuzer; 4 Kreuzer; 12 Kreuzer (in 4 Sorten); 4 Batzen, 1 Gnlden, 1 Thaler (in 4 Sorten) K) datiert 1622: 1 Thaler; 15 Kreuzer (in 3 Sorten); ein Gulden; 12 Kreuzer; 24 Heller (in 9 Sorten); 2^2 Schilling; 1 Kreuzer c) datiert 1623: I Thaler (in 2 Sorten); 10 Kreuzer; 2 Kreuzer (in 2 Sorten); 1 Kreuzer (in 6 Sorten); 1 Pfennig. Auf den Namen Carl Ernst Ludwig wurden geprägt: s) undatiert: V2 Kreuzer (in 2 Sorten); 4 Heller (in 3 Sorten); 3 Kreuzer (in 5 Sorten); 4 Kreuzer (in 4 Sorten); 6 Kreuzer (in 2 Sorten); 12 Kr-uzer (in 3 Sorten); 1 Thaler. b) datiert 1621: 1-Taler; 1 Goldgulden. Nach dem Tode des Grafen Carl Ludwig Ernst gelangte dessen Sohn Johann Ludwig 1648 zur Regierung. Dieser ließ 1675 die Thiengener Münzstätte wieder einrichten und es sind uns aus dieser Zeit bekannt ein undatierter Gulden; 1 Gulden 1675 (in 2 Varianten), sowie 2 Typen von 15 Heller gleichen Datums. Mit Johann Ludwig starb am 26. August 1687 als letzter männ- licher Sproß das alte Grafengeschlecht von Sulz aus. Graf Johann Ludwig errichtete am 14. November 1676 eine Fidei Commiß- und Primo-Genitur-Ordnung, wonach Titel und Besitz der gräflich sul- zischen Güter und Herrschaften an das fürstliche Haus Schwarzen- berg übergingen; denn Fürst Ferdinand Wilhelm von Schwmzen- berg 
hatte sich 1674 mit Marie Anna, der ältesten Tochter des Grafen Johann Ludwig vermählt.
        

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