- 91 — Lieber zwei Jahrhunderte sind verflossen, daß das alte Geschlecht der Grafen von Sulz im Mannesstamme ausgestorben ist. And ein altes, ehrwürdiges Geschlecht war es, das Stammsitz und Namen in dem heute Württemberg zugehörigen Städtchen Sulz inne hatte, das bereits 
schon 1095 urkundlich sich feststellen läßt. Allein schon im 
Jahre 1252 verkauften die Grafen ihren 
Stamm- sitz an die Grasen von Geroldseck, um später die Landgrafschaft Klettgau, eine Herrschaft zwischen Schaffhausen und Waldshut als Eigen zu haben. Durch Heiraten erwarben sie noch die Herrschaften von 
Brandts 1508 (Vaduz, Schellenberg, Blumenegg), Monklar, Maynzberg usw. Weiter verwalteten die Grafen von Sulz 
seit 1360 noch das Neichserbhosrichteramt im kaiserlichen Hofgerichte zu Nottweil, wel- ches bis zum Aussterben der Familie dieser verblieb. Als Graf Rudolf von Sulz 
anno 1408 Llrsula, die Erbtochter des letzten Grafen von Laufenburg (Habsburg) geheiratet hatte, er- hielt er nach dem Tode seines 
Schwiegervaters 1430 dessen Erbe, nämlich die Landgrafschaft Klettqau samt den alten Habsburgischen Neichlehen, darunter den Zoll und die Münze zu Laufenburg, sowie zu Nheinau. Jedoch legten Abt und Convent des Klosters Nheinau gegen das erteilte Münzprivileg ihres Gebietes Protest ein, da das Kloster selbst seit Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) eigenes Mllnzrecht besaß, worüber 
anno 1241 eine besondere Bestätigungsurkunde aus- gestellt wurde. Es existiert als einzige „Sulzer-Prägung" für Nheinau ein undatierter Brakteat. Die Münze zu Laufenburg haben die Grafen von Sulz nie benützt, sondern traten ihre Rechte an die Stadt selbst pfandweise ab. Erst wieder unter Carl Ludwig scheinen die Grafen von Sulz von ihrem Münzprivileg Gebrauch gemacht zu haben. Zwar sind von diesem Grafen keine Münzen bekannt, doch existiert als Anikum eine goldene Medaille 
von 1596. Vorderseite: Lsrolus ^u6ovie. Lomes a 8ult?, geharnischtes Brust- bild des Grafen mit Ringkrause. Rückseite: Durst et 
H,r6et (Wahl-
        

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