- Z4 - die Ehrenstelle lediglich als Einnahmequelle siir private Bereiche- rung betrachteten und dem entsprechend auch die Steuern ein- trieben und Buhen verhängten. Im Jahre 1767 war nun der Stand Luzern an der Reihe, den Landvogt nach Sargans zu entsenden, und er schickte den Junker Christoph Xaver Göldlin von Tiefen au, der einer in Luzern eingebürgerten Adelsfamilie angehörte. Es scheint, daß er sich als Landvogt die Hochachtung seiner Unter- tanen erworben hat; denn als er das Begehren stellte, in den Ge- meinden Sargans und Mels als Gemeindsgenosse aufgenommen zu werden, wurde diesem Gesuche ohne weiteres entsprochen. Wie uns Landammann und Vorsteher Fridolin Good zu Mels in seinem vom 26. Juli 1767 bis 30. Juli 1769 reichen- den, heute im Gemeindenrchiv zu Mels aufbewahrten Diarium erzählt, fand der Landvogt Christoffel von Tiefenau schon im Ansang des zweiten Regierungsjahres aus einem Ritte durch das L i e ch t e n st e i n i s ch e auf tragische Weise den Tod. Wir lassen den Bericht des Tagebuches von Landammann Fridolin Good im Wortlaut folgen: „Den 7ten April 1768 ist IunKher Landvogt mit seinem Be- dienten, ein Paraaue-Macher seiner Profession, von Gießen in. Hessen gebürtig, ab dem Schloß Sargans (wie er sagte) nacher Altstätten in dem Rheinthal mit dortigen Herren Landvogten Kolin eine geheime Konferenz über wichtige Staatsangelegen- heiten zu haben, verreist, andere aber wollen sagen, es seyen Heürathsgeschäfte mit der verwitibbten Frau Obervögtin Bün - temer gebohrne Baronessin von R ö st oder mit einer Baro- nessin vonThurn, Fräulein Tochter des Herrn Baron Landes- hofmeister (Fidel von Thurn) zu St. Gallen im Spil gewesen. Er Käme den 9ten zu Schaan in der entbreinischen Herr- schast Vaduz Abends an, wonnte Sonntags der Investitur auf eine Caplaney des geistlichen Herren Kißling bey, welcher anvor bey ihme aus dem Schloß Sargans als HoofKaplan ge- wesen.
        

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