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- Neue Funde aus der Nömerzeit. Von Egon Rheinberge r> a) Fund eines Grabes aus der Nömerzeit. Beim Ausheben des neuen Kanales in Balzers, zwischen der Brücke im Straßenzuge Post—Pfarrkirche und den Bächen stieß man am 28. Februar 1932 in 2.30 m Tiefe auf einen menschlichen Schädel. Der großen Amsicht und Aufmerksamkeit des Äerrn Alois Frick, Bauführer, ist es zu danken, daß ein ganzes Skelett abge- deckt und auch ausgehoben werden konnte. Orientierung nach Nord- Süd. Nach den Beigaben, einer Bronzefibel, Messer und Gürtel- schnalle, wurde das Grab von Äerrn Konservator Äild in Bregenz als römisch 3.-4. Jahrhundert n. Ehr. bestimmt. Das Grab war etwa 40 cm tief aus dem Lettengrunde der Kanalsohle ausgestochen, längsseitig mit gespaltenen Prügeln verkleidet und durch ein be- hauenes Brett abgedeckt. Das Fußende verstärkte ein größerer Stein. Es ist dies für Balzers, abgesehen von Gutenberg, der erste bestimmte Nachweis eines Römer-Fundes. Auch weiter südlich wurden an der gleichen Baustelle einige römische Scherben, darunter eine Sigillata- scherbe mit Rädchenverzierung, sowie in dem schichtigen Moorgrunde bis 2.60 m tief noch starke Knochen vom Rind gefunden. Interes- sant ist hier zu berichten, daß sich die Talsohle allein seit der Nömer- zeit durch Moorbildung und Letten um 2 m gehoben hat. K) Römische Fundstelle in Schaanwald. Wie in Balzers beim Kanalbau, so hatten wir auch in Schaan- wald das Glück, bei Grabungen zu einer Wasserleitung weitere Aeberreste einer römischen Ansiedlung zu finden. Äerrn Vorsteher Bühler von Mauren sei hier bestens gedankt für seine Entdeckung, November 1932 und für die rechtzeitige Bekanntgabe an die Vor- standschaft des Vereins. Die Fundstelle liegt auf Parzelle I21/IX
        

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