- 24 - Wir Können durch stattgehabte Vergleiche der Gutenberger und Montlinger Funde bezüglich Material und Dekor noch einen Schritt weitergehen und sogar daran denken, daß die besten gleichartigen Fundstücke von Gutenberg aus den Hafnereien vom Montlingerberg stammen! Die hiesigen Gesäße dieser Art sind meist bräunlich oder hell- grau, der Ton sandig, die Oberfläche mit Spateln geglättet, z, T. sehr fauber gehalten. Die Ränder der HenKelKrüge tragen z. T., wie Abb. 8,2, gegenseitige Querstrichgruppen als Verzierung obenauf. Die Leibung ist z. T. mit Girlanden oder mehrfachen ge- kerbten Horizontalrippen, von am Ausgusse rechtwinklig abge- schlossenen Linien eingefaßt, oder mit geometrischen Motiven (also nicht Keltischer Art) (vgl. F. Wimmer: Zur Formentwick- lung im Latene, WPZ., 1932), wie das vierfach ineinander- geschachtelte Rechteck auf Abb. 8,2. geschmückt, vgl. Abb. 8: 1—9. Von einfacheren Geschirren stammen die Randvroben der Abb. 8, Gruppe 19 rechts, z.T. mit verziertem Rand und ein- fachen Kerbstichen, die unter den Montlinger Funden-ebenso ver- treten sind. Von den HenKelsormen haben wir aus Abb. 9 verschiedene Proben, die wiederum von den Montlinger gleichartigen oder sehr ähnlichen zeitlich bestätigt werden. Neuartig ist nur m. W. hier der feingeglättete aber freihändig gearbeitete hellbräunliche Schüsselrand mit ZickzacKornament und feinen Strichlagen auf der Innenseite. Abb. 9,6 und Abb. 12. Die Profile der letzten ergänzen die Lichtbilder und geben weitere Muster verschiedener Gefäßarten dieser Fundgruppe. Aus der tiefsten Fundschicht des Abschnittes 1 rühren die Reste eines stattlichen, rolgebrannten Topfes her, dessen Mundsaum außenseitig mit Fingertupfen und jeweiligem Eindruck eines Kurzgeschuittenen Fingernagels geziert ist, Abb. 19 oben. Von dessen Boden, der eben ist und schräg aufwandet, sind wohl Reste, aber nicht die Anschlußteile vorhanden. Von Geschirrböden, ganz gebliebenen und zertrümmerten, gab es eine stattliche Auslese. Sie sind meist eben, wenige be-
        

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