— ^ — Bald nach Beendigung des toggenburgischen ErbsolgeKrieges erhob sich ein Streit zwischen Triefen und Sevelen des Wuhres wegen. Im Einverständnis mit dem Grasen Wilhem von Werdenberg-Sargans, dem Wortführer der Se - veler, und den Freiherrn Ulrich, Siegmund und Wolfart von Brandis, welche die Interessen von Trie - s e n verteidigten, wurde zur Schlichtung des Streites ein Schieds- gericht gewählt, bestehend aus dem Bischof Ort lieb von Brandis zu Chur, dem Abte Friedrich (von Raitnau) von Pfäfers und dem Grafen Eberhard von Sonnen- berg als Schiedsrichtern und HeKtor von Watt, Bürger- meister zu St. Gallen als Obmann. Am St. Iohannestag im Sommer sollte der Spruch gefällt werden. Unterdessen durste an dem Wuhr nichts geändert werden. Am „Freitag vor St. Mathys des hailigen Zwölfbottentag 1467" erfolgte der Schieds- spruch durch Heinrich Löwen, Ammann „zu der langen Argen" und Hans Fäßler von Appenzell, Michel Schmid von FeldKirch und Rudolf Konzett, Ammann im Wallgau, da die beiden geist- lichen Würdenträger von Chur und Psäsers, wie es scheint, das Schiedsrichteramt abgelehnt hatten"^). Unterdessen hatten die Eidgenossen im Kampfe gegen Herzog Sieg mund von Oesterreich die Herrschasten Wallen st adt, Freudenberg und Nidberg in Besitz genommen und 14S3 sah sich Graf Georg V. von Werden- berg-Sargans gezwungen, den 7 Orten der Eidge- nosse n s ch a f t: Z ü r i ch, L u z e r n, U r i, S ch w r> z, U n t e r- w a l d e n, G l u r u s und Zug die Grasschaft Sargans mit Schloß, Städten und Dörfern um die Summe von 13 066 rheinischen Gulden zu verkaufen. Und da die Eidgenossen sich von da an dem Gotteshause Psäsers gegenüber als Schirmvögte und Gerichtsherren betrachteten, traten auch die liechtenstei- nischen und andern Besitzungen in deren Machtbereich""). Auch im sogenannten Schwabenkriege, 1499, war die Stiftung des hl. Pirmin und ihr Besitztum mannigfachen Miß- helligkeiten ausgesetzt. Abt Melchior von Hörnlingen (1490—1504) mußte sich flüchten und wurde wegen seiner Kaiser-
        

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