- 53 - von Oesterreich ein Schiedsgericht zusammentrat, dessen Vorsitz der Bürgermeister Meih von Zürich und der österreichische Vogt Johann Stockli von FeldKirch'"») führten. Mit dem Abte von Pfäfers wurde rasch eine Einigung erziehlt""), wahrend stccz die Verhandlungen der Rhäzünser mit dem Bischof von Chur noch bis in den Anfang des 15. Jahrhunderts ver- schleppten"'). Am 20. Januar 1416 starb der Pfäserser Abt Burlchart von Wolsurt, worauf noch am gleichen Tag, die SedisvaKanz be- nützend, das Generalkapitel der Abtei zusammentrat, um durch eigens ausgestellte Kapitels-Statuten die Rechte des zukünftigen Abtes und der Conventualen festzulegen. Als Zeuge des entsprechenden Vertragsabschlusses fungierte neben andern Heinrich Stoll, Kaplan der Kapelle des hl. Flo - r i n u s zu V a d u z"-). Als der Streit um das Erbe des letzten Toggenburger- Grafen Friedrichs VIl. ausbrach und dabei die alten Gegen- sätze zwischen Schwyz und Zürich zu einem gemeineidgenössischen Kriege gegen Zürich und das mit ihm verbündete Oesterreich im sogenannten „Alten Zürichkriege" 
(1436—1450) sich erweiterte, da 
setzte sich mich die Leidensperiode der Abtei Pfäfers und ihrer Besitzungen fort. Furchtbar waren die Kämpfe, die um Schloß Gutenberg und um Balzers tobten und ihre Wellen bis zur stillen Klosterpsorte von Pfäfers anbranden ließen. Ein großer Teil der Besitzungen, die im Kriegsbereiche lagen, wurden verwüstet oder der Abtei entrissen. Und obwohl das 
Kloster sich in Keiner Weise in die Händel einmischte, mußte es seine frühere Anhänglichkeit an die Eidgenossen dadurch büßen, daß der Kaiser Friedrich III. es durch Michel von Freiberg, den österreichischen Vogt zu Wallenstadt, Nidberg und Freudenberg, um 3000 Mailändergulden brandschatzen ließ, und nur der Fürbitte des Freiherrn von Brandis zu Mayenseld und des Grafen Heinrichs von Werdenberg-Sargans verdankte die Abtei es, daß die Summe auf 1200 rheinische Gulden herabgesetzt wurde. Auch so war es derselben schwer genug, die Summe aufzubringen"^).
        

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