- 52 - zugleich mit dem Abte. Ulrich von Reichenstein wurde so Ange- höriger des Klosters, welches sich durch eine besondere Urkunde verpflichtete, ihm, so lange er lebe, den nötigen Unterhalt an Kost und Kleidung und überdies 18 Pfund Heller jährliches Leib- geding zu geben. Noch im 15. Jahrhundert Kaufte die Stadt Chur den Sitz der Familie von Plcmtair, die „Jmburg", um das mächtige Gebäude von da als Rathaus zu benutzen. Im letzten Dezennium des 14. Jahrhunderts wurde B u rK - " hart von Wolfurt, Abt von Pfäfers, in einen heftigen Streit verwickelt, den der Churer Bischof Hartmann II., Graf von Werdenberg-Sargans-Vaduz mit dem Freiherrn von Rhäzüns zu führen hatte. Dieser Bischof Hartmann 11."^), war ein Sohn des Grafen Hartmann III. von Werdenberg-Sargans zu Vaduz aus dessen Ehe mit einer Schwester des Grafen Rudolfs IV. von Montfort- FeldKirch. Früh trat Hartmann in den Ritterorden des hl. Jo- hannes ein und erhielt im Jahre 1376 die Kommende dieses Ordens zu Wädenswil am Zürichsee,- später ward er Komtur des Johanniterordens zu FeldKircb/^. Im Jahre 1388, am 26. Juli, empfing er vom genannten Psäferser-Abt Burkart von von Wolsurt die niederen Weihen, wodurch er für den Bischofs- stuhl von Chur wahlfähig wurde'°°). Bei seinem Regierungsantritte faßte er den Plan, den alten Glanz des Hochstistes Chur wieder herzustellen und die ihm entzogenen Rechte und Besitzungen wieder an sich zu ziehen'^). Um dieses Ziel zu erreichen, verband sich Bischof Hartmann II. am 3. November 1393 mit BurKhart von Wolfurt, Abt von Psäsers, der seinerseits ebenfalls Forderungen an die Rhäzünser-Freiherrn zu stellen hatte, dann mit dem Grasen Heinrich von Werdenberg-Sargans zu Vaduz, seinem Bruder, sowie mit Gras Johann (I.) von Werden- berg--Sargans und dessen Söhnen Rudolf Vl., Jo- nann II., Hugo II. und Heinrich II., endlich auch mit dem Grafen Friedrich von Toggenburg '°^). Der Krieg zog sich mit wechselndem Glücke jahrelang dahin, bis dann schließlich unter Vermittlung des Herzogs Leopold
        

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