- 44 — imKonstanzer Bischof Gebhard III. aus dem Hause Zäh- ringen, dann im Reichen au er Abte EKKehard von Nellenburg, in den Aebten von 
Einsiedeln und Muri, endlich in einer Reihe von weltlichen Fürsten: dem Bayernherzog Wels IV., dem Herzog Berchthold I. von Kärnthen, ebenfalls aus dem Geschlechte der Zähringer, in den Grafen von Kiburg, Savoyen, Genf, Faucigny, Toggen- burg und Montfort, sowie in den Freiherrn von Wulf- lingen und Regensberg ausgezeichnete Vorkämpfer er- halten hatte und weiterhin erhielt""). Gerade in jenen Jahren starb der ausgezeichnete Bischof Heinrich I. von Chur, und es verging mehr als ein Jahr, ehe zu einer neuen Bischofswahl gê schritten werden Konnte; denn die Anhänger König Heinrichs IV. suchten dieselbe zu verhindern. Um die Kirchlich Getreuen in Oberrätienzu schützen und die Macht der Gegner zn brechen, zog Herzog Wels IV. von Bayern, ein entschiedener Vertei- diger des Papstes und der Kirchlichen Reform, mit Heeresmacht vom Bodensee aufwärts durch das heutige vorarlbergische und liechtensteinische Gebiet, sowie über die Luzi steig, allüberall die Besitzungen der Parteigänger König Heinrichs IV. plündernd und verheerend. Der junge Gras O t t o II. von B u ch- Horn, der als Vertreter seines Vaters in Rätien regierte, geriet in des Bayernherzogs Gefangenschaft und wurde mit andern Edeln gezwungen, zur Partei des Gegenkönigs Rudolf über- zutreten"'). Zur Strafe für ihre Kirchliche Treue verlieh König Heinrich IV., noch in Padua weilend, seine erstgenannte Verfügung vom Jahre 1067 umstürzend, „um Gottes und des Heiles seiner Seele willen", wie es in der Urkunde ausdrücklich heißt, auf Bitten des Bischofs Burchhard von Hasenburg, die Abtei Psäsers zu Handen des Bistums Basel"^). Damit ging das Kloster für einige Zeit seiner R e i ch s u n m i t t e l b a r K e i t und eines Teiles seiner EinKünste verlustig, welch letztere der Kirche von Basel zufließen sollten als Entschädigung für die Verluste, welche sie im Parteikampfe sür Heinrich IV. erlitten hatte. Damit Ka- men auch die liechtensteinischen Besitzungen der Abtei Psäsers an das Bistum Basel. Gerade solche Zeiten waren für
        

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