- 39 zen und 3 Malter Mühkorn (letzteres ein gemeineres Korn, das nicht mit der Sichel geschnitten, sondern gemäht wurde) bestehen sollte^). Nach ihrer beiden Tode soll alles der Abtei zufallen. Bei der Vergebung waren außer den Conventherren: dem Dekan des Klosters, Herrn von Wolfurt... sowie einem Pater Rudolf von Grabs noch zugegen: Herr Rsudolf III.), Gras von (Werdenverg-)Sargans der jüngere mit seinem Lehrer Ulrich, dann Herr H ( einrich ) von Schellenberg, Herr N u d o l f, genannt Nammung , Pfarrer in M aure n, sowie ein Johannes von Triefen^-). Dieser Swigger I. dürste der ältere Bruder jenes Heinrich I. von Schellen- berg sein, der uns in einem andern Zusammenhange begegnen wird"^). Vermutlich war er damals, als er die Schenkung machte, schon vorgerückten Alters. Der in der Urkunde genannte Heinri ch (II.) von Schellenberg war nach Prälat Büchels sehr begründeten Vermutung ein Sohn Heinrichs I. und ein Nefse Swiggers, der Gemahl der Anna von Realt im Dom- leschg. Ans weitere Schenkungen an die Psäferser Pfarrei werden mir später eintreten. Wenn man aber diese Vergabungs-UrKunden miteinander und mit andern vergleicht, muß man unwillkürlich zur Ueber- zeugung Kommen, daß die Geber darin in erster Linie ihre fromme Gesinnung bekunden wollten, indem sie ihr Eigentum als ein Almosen betrachteten, das sie aus Liebe zu Gott, in der Hoffnung auf ewigen Lohn, für ihr eigenes und ihrer Angehörigen Seelenheil dem Gottes- hause abtraten"). Allein es gab auch noch andere Beweg- gründe. Vor allem müssen wir solche „Vergabungen" ausscheiden, die als Alimentarion von solchen dem Kloster beigebracht wurden, welche in den Orden einzutreten wünschten, da das Stift von da an für ihre geistigen und leiblichen Bedürfnisse besorgt sein mußte. Gerade dieser Umstand erklärt zu einem großen Teil die bedeutsame Zersplitterung, welche wir bei dem Psäfer- ser-, wie bei andern Stiftsgütern beobachten Können.
        

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