4. Arithmetik, die Kunst des Rechnens, welches an- fänglich der römischen Zahlen wegen schwierig war. Sie bildete die Grundlage der weiteren 
Wissenschaften, so: 5. der Lehre von den Linien und Figuren oder Geo - m etrie, welcher: 6. die Musik folgte: „die Lehre von den Zeitteilen, wie dieselben an den Tönen wahrgenommen werden." Der 
ange- messene Vortrag beim Lesen und der liebliche Psalmengesang in der Kirche werden durch die Kenntnis dieser Wissenschaft geregelt. Endlich wurde mit: 7. der Astronomie, der Sternkunde, die Mittelschulbildung abgeschlossen. Sie ist die Wissenschaft, welche die Sternbilder und den Lauf der Gestirne zum Gegenstand der „erforschenden Be- trachtung" wählt, die Berechnung des Osterfestes und der übrigen Teile eines Kalenders. Die letzten vier Fächer werden von mittelalterlichen Schrift- stellern auch unter dem Namen „Mathematik" zusammenge- faßt"). Mit ihr schloß die Mittelschulbildung ab, und es folgte das akademische Studium, dessen Zentrum selbstver- ständlich die Theologie bildete. Wenn auch den Sprachen des Klassischen Altertums, insbe- sondere dem Lateinschen und G r i e ch 
i s ch en, größte Auf- merksamkeit geschenkt wurde, daß das erstere sich zur eigent- lichen Umgangssprache ausgestaltete, so vergaß man in den Klöstern diesseits der Alpen nicht 
diePslegeder Mut- tersprache. Hat sich die Abtei St. Gallen speziell unter dem Einflüsse NotKers (III.), des Deutschen^), durch Pflege der deut- schen Sprache ausgezeichnet, so werden wir wohl Kaum fehl- gehen in der Annahme, daß in Pfäfers neben der immer mehr vordringenden deutschen Sprache auch das heimatliche räti 
- s ch e Idiom gepflegt wurde, um so mehr, als wenigstens anfangs die Zahl der Mönche, und dem enstprechend wohl auch der Schüler rätischen Ursprungs weit überwog. Einem Leiter der Pfäferser Schule werden wir 1305 in einer liechtensteinisches Gebiet betreffenden Urkunde noch begegnen^).
        

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