- zz - I. Am 20. Februar 1838 wurde durch Beschluß des Großen Rates des Kantons St. Gallen die Abtei Pfäfers aufge- hoben^). Mehr als 1000 Jahre hatte sie an der Seite ihrer großen Schwester, der Benediktinerabtei St. Gallen, als treffliche Kulturstätte gewirkt und durch alle Jahrhunderte aus ihre Umge- bung reichen Gottessegen verbreitet. Und da Jahrhunderte lang rege Beziehungen zwischen dem liechtensteinischen Ge- biete und dem genannten Kloster auf dem St. Pirminsberge oberhalb Ragaz bestanden, ist es gewiß am Platze, wenn auch im „Jahrbuch des Historischen Vereins für das Fürstentum Liech- tenstein" das Kulturleben dieses Klösterlichen Gotteshauses be- leuchtet wird. Man muß leider vielfach die betrübende Beobachtung machen, daß systematische Bemühungen im Gange sind, die Schatten- seiten des Pfäferser Klosterlebens in möglichst grellem Lichte hervorzuheben, wodurch in weiten Kreisen der Bevölkerung Liechtensteins, des St. Galler-Oberlandes und Graubündens, ja selbst weiterhin falsche Beurteilung bezüglich der Kulturstre- bungen und Kultur-Errungenschaften der Abtei des hl. Pirmin entstehen mußte. Es sollen deshalb im Folgenden einige Ein- blicke in das Kulturleben dieses BenediKtinerstistes ge- boten werden, die einen unbefangenen Beurteiler eines Besseren zu belehren vermögen, und gleichzeitig eine Uebersicht über die Beziehungen dieser Abtei zu Liechtenstein gewähren. Die Abtei 
Pfäsers führt, wie diejenige von Reichen- au im Bodenfee (gegründet ca. 724) ihre Entstehung auf den hl. Pirmi n-) zurück, aus einen Mönch im schlichten Kleide des hl. BenediKt, der, neueren Forschungsergebnissen zufolge, möglicherweise aus Nordspanien oder Südsrankreich stammte, Rhone und Rhein aufwärts ziehend, aus der Jnfel 8 int 1 a 8 - össoune ein Kloster gründete, aus dem nachmals die hoch- berühmte Abtei Reichenau hervorgegangen ist^).
        

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