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- deten Niederlassung der Benediktinerinnen in Bertholdstein bei Fehring. Daselbst entfaltete er vom 8. Dezember 1918 bis 24. April 1927 eine sehr segensreiche Tätigkeit. Nach den Zeugnissen der Aebtissin von Bertholdstein hatte I>. Ildefons Keine Ahnung, welche unschätzbaren Dienste er der Klostergemeinde während der änszerst schwierigen Anfangszeit der Neugründung geleistet hatte und merkte bei seiner gewohn- ten Energie nicht, daß seine Gesundheit infolge von Ueberan- strengung bereits bedenklich erschüttert war, bis er am 24. April 1927 in der Nacht einen Sch'.vächeanfall erlitt, mit dem Atem- und Herzbeklemmungen so stark verbunden waren, daß er glaubte, seine letzte Stunde habe geschlagen. Als aber in derselben Nacht 4 Uhr früh ein Bauer anklopfte und bat, seine sterbende Mutter zu versehen, leistete er, obwohl ganz erschöpft, dem Rufe Folge, raffte alle seine Kraft zusammen und besorgte den Versehgang. Kaum aber war die hl. Handlung vollendet, war auch seine Kraft zu Ende, und er mußte sich aus einem Wagen nach dem Kloster zurück bringen lassen. Dort suchte er seine Erschöpfung zu ver- heimlichen und hielt das Hochamt, nach dem er völlig zusammen- brach, so daß er über sein Verlangen mit den Sterbesakramenten versehen wurde. Fürst Ladislaus Batthyannn, sein persönlicher Freund und ein gewiegter Fachmann, erkannte dann, daß ?. Ildefons ein schweres Herzleiden hatte. In dieser Krankheit fand er beträchtliche Besserung im Sanatorium der Kreuz- schwestern zu Graz und weitere Besserung durch eine anschlies- sende Kur in Bad Nauheim, so daß er im Oktober 1927, scheinbar genesen, nach Emaus zurückkehren Konnte. Er war nun froh, nach so langer Zeit im Klosterfrieden wieder ein stilles Heim zu finden. Soweit es seine Kraft erlaubte, beteiligte er sich an den Obliegenheiten des regulären Lebens und fühlte fich munter, so daß er glaubte, die Leitung von Exerzitien übernehmen zu
        

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