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- Dienste des Allerhöchsten leitete sein ganzes Handeln und Wandeln. Begeisterung für alles Schöne und Ideale war ihm als echtem Sonntagskinde mit auf den Weg gegeben. Zwar war schon seine Kindheit nicht frei von schweren Prüfungen. Eine gefährliche Blinddarmentzündung brachte ihn mit 12 Jahren an den Rand des Grabes. Als Eltern und Geschwister die Hoff- nung aus Wiedergenesung des teuren Kindes und Bruders fast ausgegeben hatten, verließ ihn seine Zuversicht nicht und bat er seine Umgebung um recht viel Gebet, von dem er die Rettung erhoffte. Und seine Hoffnung erfüllte sich. Schon in der folgenden Nacht trat eine starke Wendung zum Bessern ein, die bald zur vollen Genesung führte. Im Elternhaus mit vorzüglicher Erziehung und solider Bil- dungsgrundlage ausgerüstet, trat Prinz Georg in das Schotten- gymnasium in Wien ein, wo er die Studien im Jahre 1899 mit bestem Erfolge durch die Matura abschloß. Von Kindheit an zum geistlichen Berufe sich hingezogen fühlend, reifte in ihm nun der Entschluß, sich dem Ordensleben nach der Regel des heiligen BenediKt zu weihen. Bei der Wahl dieses Ordens war für ihn nebst alten freundschaftlichen Beziehungen des Durchlauchtigsten Fürstenhauses zu den Gründern des Benediktinerklosters Emaus der starke Einfluß mehrerer Ordensmitglieder, denen er durch Bande der Verwandtschaft verbunden war, mitbestimmend. Es waren dies besonders der am 18. April 1903 als Mönch von Emaus verstorbene Pater Karl von Schönourg-Hartenstein, Frau Adelgundis von Liechtenstein, damals Chorfrau von St. Gabriel in Tmichov (Prag) und die jetzige Frau Aebtissin von St. Gab- riel in Bertholdstein (SteiermarK), BenediKta von Schwarzen- berg. Auf dieser zwei Frauen Rat wurde auch die Absicht auf- gegeben, zunächst einige Jahre in Innsbruck Theologie zu studieren. Für den baldigen Eintritt in das Kloster war weiter ein Schrei-
        

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