— U6 - die Münzen zu, bis sie nach einer mehr als 4Wjährigen Grnbes- ruh durch genannten glücklichen Zufall an das Tageslicht Kamen. Das Metall der Münzen ist Silber. Die Münzen sind bis aus etwa 30, oben nicht mitgezählte Stücke, die stark beschädigt sind, alle verhältnismäßig gut erhalten. Bei allen Freunden der Heimatkunde und Geschichte, und besonders in den Kreisen der Münzfreunde und Münzsorscher wird dieser hochwichtige Münzfund aus dem 14/15. Jahrhundert das größte Interesse finden. Handelt es sich doch bei diesem Vorkommen um einen für die Geschichte des Münzwesens im Mittelalter in unseren Gegenden außerordentlich lehrreichen Fund, weil er, was bisher nicht möglich war, einen trefflichen Einblick gewährt, in die Münz- und Geldverhältnisse des späteren Mittelalters. Die in manchen Urkunden 
des 15. Jahrhunderts enthaltenen Preis- und Wertangaben erhalten durch die im Funde vorhandenen Münzen aus derselben Zeit erst ihre lebendige Illu- stration. Die Zusammensetzung des Fundes zeigt uns aber auch in recht anschaulicher Weise, nach welcher Richtung und mit wel- chen Ländern die damalige Bevölkerung unserer Gegend im Handel und Verkehr stand und schließlich lernen wir aus den im Funde vorhandenen, ganz verschiedenen Münztvpen die Ent- wicklung der Prägekunst im 14. und 15. Jahrhundert in tech- nischer und Künstlicher Hinsicht Kennen. Der Münzfund von Schellenberg hat nicht nur eine lokale Bedeutung, denn was dieser Fund zeigt uud lehrt, gilt nicht blos für die Gegend des Schellenberges samt seiner unmittelbaren Nachbarschaft, sondern wir Können mit voller Bestimmtheit sagen, daß dieselben Geld- und Münzverhältnisse im 15. Jahrhundert im ganzen Gebiet des heutigen Fürstentumes Liechtenstein lind im Gebiet des heutigen Vorarlberg, ja weit darüber hinaus in der angrenzenden Ostschweiz, im bayerischen Allgäu, dem würt- tembergischen Oberland und im badischen Seekreis bestanden haben. Wir haben in diesem Münzfund ein weiteres Beweisstück in der Hand, was gelehrte Münzsorscher über die „Geschichte des Geld- und Münzwesens im 15. Jahrhundert" theoretisch schon
        

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