— 115 — Im Winter 1939/31 fand der Bewohner Johann Kirschbaumer aus Mauren, wohnhaft in Schellenberg, beim Holzsammeln am Schellenberg im Ruggeller Wald im Fürstentum Liechtenstein, ca. 500 Meter von der Ruine Altschellenberg entfernt, 13 alte Silbermünzen, die er mit nach Hause nahm. Im August t931 setzte er seine Nachgrabungen an demselben Platze fort und Kamen weitere 50 Münzen zum Vorschein. In dankeswerter Weise brachte Kirschbaumer dann bei der fürstlich liechtensteini- schen Regierung den Fund zur Anzeige und Ablieferung. Unter der Leitung des historischen Vereins für das Fürstentum Liechten- stein wurden die Nachgrabungen am 24. und 26. August 1931 fortgesetzt uno zwar mit vollem Erfolg, denn weitere 320 Silber- münzen Konnten geborgen werden. Etliche 2V Münzen sind dann noch im September von einigen jugendlichen „Schatzsuchern" beigebracht worden. Zur Ablieferung Kamen insgesamt 423 Mün- zen und etliche Bruchstücke. An der Fundstelle lagen verschiedene Tonscherben, offenbar von dem Gesäß herrührend, in dem der Münzschatz geborgen war. Die Münzen lagen zerstreut auf einer etwa 6 bis 3 Meter großen Fläche, ca. 30 bis 35 cm unter der Erde. Dieser Umstand samt den umherliegenden Scherben läßt mit Bestimmtheit daraus schließen, daß der Schatz nicht am Fundort selbst vergraben wurde. Etwa 6 Meter oberhalb des Fundortes befindet sich eine Kleine Felsspalte, in der der Schatz jedenfalls ursprünglich verborgen wurde. Im Lauf der Zeit*) löste sich dann wahrscheinlich ein Teil des Gesteines los und riß Tops und Münzen mit in die Tiefe. Nachfolgender Schutt deckte ') Die Umstände des Fundortes weisen jedenfalls darauf hin, daß der Fund erst in verhältnismäßiger jüngerer Zeit von seiner ursprünglichen Bergungsstelle abstürzte und dürfte die obere Grenze in der Angabe mit ca. 100 Iahren erreicht sein.
        

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