- 89 — tiven Alphüllen etwa, die Bedachung aus Holzschindeln, Rinde oder Schilf, vielleicht mit Steinen beschwert, bestehend, ein Bild also, das uns gnr nicht so unvertraut und blaß entgegentritt. Die BlocKbaulen der Spätlatene-Zeit unterhalb Karlstein weisen schon verschließbare Türen und eiserne Fenstergitter aus. Ob auch in Balzers, wie im Bacherngebiet in der letzten Be- standszeit der Siedlung, romische Leistendachziegel verwendet wurden, wer wagt es, aus dem dürstigen am Platze gefundenen Bruchstück eines solchen zu schließen? Die Fugen der Blockwände wurden mit Lehm abgedichtet, der beim Brande des Hauses ziegelrot oder grau gehärtet, die Holzform seiner Umgebung in negativem Abdruck bewahrt und nachmessen läßt. Es sind nicht so übermäßig starke Rundhölzer s11-.-17 e,m) beobachtet worden. Solche verbrannte Stücke von Lehmbewurs mit Abdrücken haben auch die Grabungen in Balzers zutage gefördert, deren bestes Abb. I rechts unten zeigt. Andere haben Abdrücke der Nuten, mit denen z. B. die Balken z. T. verbunden wurden. Auf dem felsigen Grunde dieses, Bauplatzes sind im allge- meinen Keine Psostenlöcher von Ständern zu erwarten. Offen- sichtliche Steinunterlagen von Blockwänden sind auch hier mehr- fach vorhanden. Abb. 9 zeigt den Sockel i als Beispiel eines solchen, dessen Oberkante in gleicher Höhe wie der nebenanlie- gende Felsen nnd andere in Baurichtung in Betracht Kommende Felsstellen und Steinsetzungen lag. Die schwer zu entziffernden Steinfetznngen deuten trotz allem auf 2 hier bestandene Hütten hin. Leider sind wir infolge der Zerstörungen des Geländes durch die in späterer Zeit erfolgten Bestattungen und andere Ver- änderungen nicht in der Lage, einen genauen Grundriß der hier gestandenen Blockhütten zu geben, immerhin ist ihr Ausmaß in gewissen Grenzen angedeutet? viel mehr als 7 zu 8 m, höchstens 1l) m Grundfläche, stand ihnen gar nicht zur Verfügung. Der Zugang scheint aller Voraussetzung nach an der NO- Seite gelegen zu haben, ungefähr bei Fundpunkt W.Zum letzt- bestandenen Wohnbau gehörte auch der aus der Sonnenseite.
        

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