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- der Rand eines braunschwarzen, dünnwandigen Topfes, 30,32, eines anderen mit leicht markiertem Ständring 30,33 u. a. erwähnt. Am Platze fand sich außerdem ein Kleines Steinbeilchen (30,13) aus Kalkstein, ein größeres WerKstückchen grünen Horn- steins (Abb. 2), ein spitzes Splitterstück gleichen Materials,, feuersteinartig aussehend und ein drittes weißliches. Derartige, weit älter anmutende Stücke Kommen auch in jüngeren Hallstatt- zeitlichen Fundplätzen überall vor, da sie immer noch teilweise in Verwendung standen. Die Funde der um 500 v. Chr. anzusetzenden 2. Gruppe, der Späthallstattzeit sind zahlenmäßig sehr spärlich, aber nichts desto- weniger wichtig. Nach Prof. G. v. Merhart gehört zu ihnen der braunschwarze Boden (Abb. 4) einer Gesäszform, die große Anklänge an die Funde von Melnun (bei Brixen)^) aufweist; ihr sind auch einige graue, fein geplättete Bodenscherben mit ein- gezogenem Gefäßansatz, gleichartig dortigen erscheinend, zuzu- weisen. Auffallende AehnlichKeit in Dekor und Profil besitzen zwei Kleine Randstücke grauer, feingeglätteter Gefäße mit eingepreß- ten Würfelaugen (Abb. 3, rechts neben 30,16), mit Funden aus Fritzens (bei Hall i. T.) ebendort') S. 99, Abb. XI 7 und 8, die v. Merhart als inneralpine Sväthallstatt-KeramiK der La I^sne zeit charakterisierte (S. 98). Ausgesprochene Gefäße dieser Zeit waren u. a. die mit den nach innen gekehrten Rundungen, ein seines schwarztoniges Täßchen, wie eine rotgebrannte Schale, denen die Bruchstücke (Abb. 3), das zweite der obern Reihe und das darunter lie- gende, zugehörten. Die I^tene-P^riode liebte es, ihre Geschirre mit Kammstrich- mustern in derber und feinerer Ausführung zu versehen, wie deren einige (Abb. 3) auch das Kleinere Muster unter Nr. 30,16 veranschaulicht. Der letzten I^term-Zeit gehört auch das braune Gefäß (Abb. 6), wie der Splitter eines Milchfiebes, der mit Wellenlinien gezierte Henkel (Abb. 3) u. a. an. i) G. v. Merhart: Archäologisches zur Frage der Illyrer in Tirol. Wiener Prähistor. 
Zeitschrift 1927 S. 65.
        

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