- 82 — erbringen. Die älteste wird durch Kleinfunde der Frühhallstatt- zeit^) lMW—800 v. Chr.), eine VasenKnovsnadel und Reste frei- handgesormter Tongefäße-) (Abb. 2), die zweite durch spärliche Gesäßreste der Späthallstattzeit (um 500 o. Chr. Abb. 3 u. 4), die letzte durch verhältnismäßig zahlreiche Funde der Îa 16ns- Zeit, besonders ihrer Schlußperiode (Abb. 3), gebildet. Zu ihnen stoßen die balllichen Zeugen, Fundament- und Mauerreste, sowie ein offenbar längere Zeit benützter Herd (VI des Planes). Die rätselhafteste der Erscheinungen bildet aber das an ver- schiedenen Stellen des Platzes verteilte Vorkommen Kompakter Schichten zu es. 1 cm langen lind noch Kleineren, selten größeren, oft winzigen Splittern gewordener durch und durch verbrannter Knochen. Pros Dr. v. M e r h n r t - Marburg/L., der die Gra- bungen wiederholt besichtigte und beratend förderte, verwies auf ein ähnliches nur viel umfangreicheres Beispiel, auf die Funde im Langenacker bei Reichenhall, ivo ein Lager von es. 270 m? solcher Knochensplitter entdeckt wurdet) Die verbrannten Knochen des Balzner Fundplatzes stam- men, soweit übersehbar, nur von Tieren, darunter von Rindern, Schweinen, wie deren Zähne bezeugen, aber auch vom Hirsche, wie ein verkohltes Geweihstück aus Grube III. verrät. Die Fundstellen lagen vorwiegend im Gebiete der Feuer- grube IV., der Gruben lind Pflaster I—III des Planes mit Schichten von 25—30 em Mächtigkeit. Teilweise lagen auch Scherben in ihnen. Manchen Anzeichen nach dürste diese Erschei- nung aus dem spdthallstatt- bis frühwtene-zeitlichen Abschnitt stammen. Durch die jüngerzeitlichen Bauten, insbesondere durch die Aushebung der südöstlichen Gräbergruppe, durch Mäuse und 5) Hallstattzeit — Periode der ersten Eisenzeit stnerzulande 
ca. 1000 bis 500 ? 
Chr.'I, benannt nach den Hunden in Hallstatt. Oberdsterreich. r.s tene - Zeit — jüngere Periode der Eisenzeit 
sca. 500—13 r>. Chr.l. nach, der Fundstätte^» lens am Neuenburgersee bezeichnet. ^ Unter 
mindesten? 170 verschiedenen Tongeföhen, die an Hand der Nrofilstücke irwciesainl feststellbar sind. Auch liier das auffällige. Klima- verschlechterung zwischen Anfang und Ende der Hallstattzeit, zugeschriebene Fehlen von Mundstücken der Zwischenzeit. s) Mitt. Wiener 
Anthrop. Ges. 34. 1W4.
        

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