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- Gleich hinler der malerisch an den Schloßberg gebauten Fürst Iohann-IubiläumsKirche zu Balzers schickt der Burgfelsen einen gegen Süden gerichteten, in Terassen abfallenden Sporn ins Tal hinab. Sein unterster Absatz hat, ob der dort reichlich vertretenen olänzendgelben Blüten des Hahnenfußes vom Volke den sinnigen Namen Glinzgelebüchel erhalten. Die oberste, ziemlich ebene Terasse dieses Felssporns, im Geviert etwa 8 zu 12 in messend, füllt gegen Südost und SUd- west steil, z. T. jäh ab und gliedert sich nordwestlich mit einem schmalen, von einer Weinbergmauer benutzten Grate an den Berg. Die Nordosi- und Nordseite dagegen bildet einen sanfteren, zu Tal fallenden Wiesenhang, über den herauf der von Balzers zum Schloß Gutenberg leitende Fußweg führt. Auf dieser gegen die Fahrstraße Balzers-Mn'ls zu in scharfen Umrissen (siehe Abb. 1) sich hervorhebenden, vor der Grabung zumeist mit dichtem Eichengestrüpp bewachsenen Kuppe hat, angeregt durch Beobachtungen des Schloßherrn Egon Rhein- berger, der Historische Verein des Fürstentums Untersuchun- gen durchgeführt. Die im September 1930 ausgeführten Ausgrabungen haben den Nachweis erbracht, daß dieses Kleine Plateau in vorgeschicht- licher Zeit, aus Grund der Fundstücke näher umrissen: vom Be- ginne des I. Jahrtausends vor Christi bis in die Tage der römi- schen Landnahme (um 15 v. Chr.), besiedelt war. In spätrö- mischer Zeit diente dann der Platz noch als Begräbnisstätte. wie sich aus acht hier aufgedeckten SKeleltgräbern ergab. Der Erfolg dieser Grabungen ist nicht nur in Bezug auf die Vorgeschichte des Fürstentums Liechtenstein durch den erst- maligen Nachweis einer Wohnstätte aus vorrömischer Zeit wichtig; ob seiner Position darf er ganz allgemein als fiedlungs- geschichtlich sehr erfreulich bezeichnet werden. Drei Fundgruppen sind es, die den Beweis der Besiedlung des Platzes im Rahmen eines runden Jahrtausends v. Chr.
        

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