— 75 — bewährte Adlerwirt,(5 1843). Er bot noch 356 Gulden. Johann Georg Lingg 371 und Joseph Seger Nr. 97. Vaduz 375 Gulden. Mit dem letzteren wurde ein 
Vertrag abgeschlossen, welcher sich auf zehn Jahre 
erstrecken sollte, wenn er 400 Gulden zusage. Seger nahm an. Rheinberger bot 
spcite,r ebenfalls 375 Gulden, 
aber sein Gesuch wurde nicht mehr berücksichtigt. Seger konnte den Augenblick kaum erwarten, bis 
die fürstliche Genehmigung eintraf. Die Regierung mußte für ihn 
um Beschleu- nigung in Wien einkommen. Nachdem man dort dem neuen Päch- ter Geduld anempfohlen hatte, kam endlich die Entscheidung. Allein für 
Seger sollte der „Adler" nicht zum Segen werden. Schon im Sommer 1854 hatte er einen Zwist mit dem Brau- meister Baptist Quaderer (damals noch in Vaduz), weil letzterer Wein ausgeschenkt und Speisen verabreicht habe. Quaderer konnte sich ausweisen, daß er Speisen nur auf Verlangen des Arztes Dr. Eraß den Patienten zukommen ließ, ferner daß Feldkircher Gäste gegen seinen Willen zum Keller hinabstiegen. In« dem Bericht des Oberamtes dringt bereits die Klage durch, daß Seger außer Stand sei, die Wirtschaft weiterzuführen. Er werde wohl recht bald um Erlaß der Pacht 
bitten müssen. Für das 
damalige gesellschaftliche Leben hat der Landvogt folgende Anerkennung! „Da Bälle in Vaduz, überhaupt derlei Belustigungen oder Erholungen Seltenheiten sind, die manchmal in einem Jahre nicht 
stattfinden, so nahm das Oberamt keinen Anstand, von der Polizeistunde eine Ausnahme eintreten 
zu lassen, da eine Völlerei 
oder sonstige Unordnung nicht zu befürchten war". Was man voraussah, mußte kommen: Seger war kein Wirt, trotz seiner anderweitigen trefflichen Eigenschaften und seine Frau keine Wirtin. Am 5. Februar 1846 beantragte de? Pächter- durch die Regierung einen Andreas Baumgartner aus Schiers für ihn 
eintreten zu lassen, welcher seinerseits die Pacht dem Postmeister Ferd. Wolfinger von Balzers überlassen wolle. Das fürstliche Kabinett willigte ein. Kaum hatte Wolfinger den Betrieb übernommen, klagte er auch über die unzulänglichen Wirtschaftsräume und die Keller. Die von der 
Regierung bestellte Kommission und die Regierung legten in einem langen Schreiben all die Mängel dar. 
welche schon
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.