— 72 - Material unentgeltlich auf den Platz geliefert werden. Bau- meister Wrynather hatte einen Ueberschlag mit 289S Gulden an Kosten ausgearbeitet, sodann auf Verlangen des Landvogtes Msnzinger einen einfacheren Plan, welcher 604 Gulden vorsah. Der erste Antrag wurde nicht angenommen,- die Regierung solle jedoch die Kosten des zweiten Planes nochmals prüfen. Die Pacht wurde nur für ein Jahr verlängert. Ferner habe sich Seine Durchlaucht (Alois Joseph I.) überzeugt, daß die Errichtung einer obrigkeitlichen „Säg-, Oehl- und Gipsmühle" vorteilhaft wäre. Dem I. Rheinberger soll es nicht gestattet sein, eine eigene Gips- mühle zu errichten, damit nicht die kommende der Obrigkeit durch eine bereits bestehende geschädigt würde. „Nun find Gottlob durch den Frieden ruhigere Zeiten ein- getreten, und es ist an der höchsten Zeit, daß man für bessere und standhafte Einkünfte dieses in 
der Administrations-Art schon viele Mühe kostenden und doch beynahe nichts ertragenden Fürsten- thums zu sorgen anfange" (fürstliche Kanzlei 4. August 1801). Um also einen besseren Zins zu erreichen, wurde wieder eine Versteigerung ausgeschrieben. Meistbietender war wieder Rhein- berger mit 270 Gulden. Aber der Vertrag wurde vom Fürsten nur für 3 Jahre genehmigt, nicht für 6 Jahre, wie ursprünglich in Aussicht genommen war. Auch mußte der Pächter eine Kaution von 1000 Gulden erlegen. Auf ein besonderes Ansuchen wurde ihm jedoch die Pacht für 2 weitere Jahre verlängert, besonders, da er die nötigen Reparaturen auszuführen zugesagt hatte. Im Jahre 1808 trug sich Rheinberger mit dem Gedanken, die Taferne zu erkaufen, dafür wolle er den Zehenten, welchen das Gotteshaus St. Gallen beziehen durfte, der fürstlichen Domäne abtreten. Rheinberger hatte diesen Zehenten käuflich erworben vom Kloster St. Johann in Obertoggenburg. In Vaduz heißt heute noch der Weinberg neben dem roten Hause „Abts Wingert". Rheinberger schätzte den Ertrag dieses Zehenten auf 400 Gulden. Das Oberamt war dem Plane nicht abgeneigt, wiewohl es sich sagte, daß kaum alle Jahre der Ertrag so reichlich sein werde und ferner müßte dann doch eine andere fürstliche Schenke eingerichtet sein zum Verkaufe der Weine, welche aus den Weinbergen des
        

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