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wurde also nicht an der Landesgrenze eingehoben, sondern mitten im Lande, an der Straße, durch welche die Fuhr- werke ziehen mußten. Der Pachlschilling betrug 1V3 Gulden an „guten groben, gangbaren und Reichs Conventionsmäßigen Geld-Sorten". Fer- ner gehörte zur Taferne auch das „Euth Haaberfeld". für welches 71 Gulden und 24 Kreuzer zu bezahlen waren und die Zollbllndt, welche 30 Gulden eintrug. Nachdem Karl Wolff Zollamt und Taferne 10 Jahre ver- waltet hatte, glaubte er, beide Stellen nicht mehr hinreichend ver- sehen zu können. Er 
erbat sich vom Fürsten einen Gehalt, welcher hinreichend märe, damit 
er sich ausschließlich dem Zollamte widmen könnte. 
Diesem Gesuche, welches Fürstl. Rat und Landvogt Men- zinger (der ältere) unterbreitete, wurde entsprochen und die Pacht der Taferne zum Wettbewerbe ausgeschrieben. Es fanden sich nur zwei Bewerber! 
ein Postmeister Häußler von Feldkirch und Jo- hann Rheinberger von Vaduz. Bei der „Gant" obsiegte der Letztere, welcher sich bereit erklärte. 270 Gulden Pachtzins zu entrichten. Der , neue Wirt fand aber, daß die Taferne bedeutende Mängel aufweise i in Sonderheit fehlte ein guter Keller. Auch die Regierung meldete nach Wien, daß 
der Zustand der Taferne nicht der sei, welcher einer fürstlichen entspreche. Der Keller möge gegen den Berg hin, wo jetzt die sogenannte 
Metzg sei — welche nur ein 
Anbau 
sei — erweitert werden. Wien wollte das gestatten, wenn der 
Veständer sich bereit erklärte, die entste- henden Kosten mit 5 Prozent 
zu verzinsen. Rheinberger wollte aber die Arbeiten übernehmen, wenn ihm das Baumaterial unentgeltlich auf den Platz geliefert werde. Der Plan wurde nicht ausgeführt. Rheinberger wirtschaftete als Adlerwirt 10 Jahre mit dem alten Keller und mit den näm- lichen Räumlichkeiten. 
Was sollte nach 10 Jahren, nach Verlauf der Pachtzeit, geschehen? Der Pächter ersuchte um Verlängerung der Pacht für weitere 10 Jahre und bot für den Fall der Annahme seines Gesuches den Umbau von Keller und Haus an, nur müßte ihm das
        

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