- 39 - des Schnitzes nicht wie Handwerker behandelt worden, da ihre Stellung als die öffentlicher Organe eine ganz andere war. Eine weitere 
Klarstellung scheint auch nicht möglich durch einen Ver- gleich mit den 
Inhabern geistlicher Psründen. 
.Für diese waren offensichtlich Ausnahmen vereinbart, dabei dürfte aber dasPfrund- vermögen immerhin 
einigermaßen berücksichtigt worden 
zu sein,' der verhältnismäßig hohe Schnitz des Abtes zu Bendern und des Pfarrers 
zu Eschen scheinen wenigstens zu letzterer Annahme zu berechtigen. Zur Zusammenstellung 1 lS. 35) sei darauf hingewiesen, daß im Legerbuch unter Bendern und Ruggell auch einige Schnitz- zahler aus Schellenberg 
aufgeführt sind. Daraus muß wohl geschlossen werden, daß die heutige Gemeinde Schellenberg 1584 nur wenig Gehöfte zählte, eben zu wenig, um Schcllenberg als Ortschaft oder Steuer-Gemeinde 
besonders zu behandeln. Verhält- nismäßig stark müssen dagegen Bendern. beziehungsweise das Gebiet der heutigen Gemeinde Eamprin und 
Ruggell besiedelt gewesen sein. Hervorgehoben sei weiter, daß Triesenberg 1584 weitaus am meisten Schnitzzahler zählte, also offenbar verhält- nismäßig 
stark besiedelt war, im Laufe der Jahrhunderte dann aber von den Talgemeinden, besonders des Oberlandes, überholt wurde, wobei erfahrungsgemäß auch die Abwanderung vom Berg ins Tal mitspielte. Ueber die 
sozialen Verhältnisse von 1584 
bieten interessante Aufschlüsse die 
Zusammenstellung 2 (S. ?6) mit der Einteilung der Schnitzzahler in verschiedene Vermögensgruppen und die Zusammenstellung 3 (S. 37 s, in welcher diejenigen, die ein Haupt- gut von 
1000 fl. und mehr verschnitzt haben, 
aufgeführt sind. Mehr als der Schnitzzahler haben nur Vermögen bis zu 39t) fl. versteuert, wovon wieder mehr als die Hälfte nur mit einem Vermögen bis Z00 fl. in der Steuer waren. In Triesenberg versteuerte der Großteil nur ein Vermögen bis zu 399 fl. Die Vermögen von 391 bis 
599 fl. waren verhältnismäßig 
am stärksten vertreten in Triefen, Schaan mit Planken, Vaduz. Bendern mit Ruggell, Eschen und Mauren: Vermögen mit 591 bis 
890 fl. in Balzers, Schaan mit Planken und in der Herrschaft Schellenberg
        

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