X ' ' ' ' — 59 — Die angestrengten Bemühnngen der liechtensteinischen Be- völkerung, des Landtages und des Eisenbahnkomitces hatten nlsv in der Hauptsache keine Erfolge, obwohl zur Förderung dieser emineut wichtigen Verkehrsfrage sehr rührig gearbeitet wvrden war. Der Mißerfolg war, wie im Jahre 1869 haupt- sächlich wieder auf den geringen Einfluß, den ein so kleines nnd schwach bemitteltes Land naturgemäß ausüben kann, zu- rückzuführen. Von der übrigen Tätigkeit, welche der Landtag in dieser Sitzungsperiode entfaltete, sei folgendes erwähnt: Ein vom Vorsitzenden Dr. Albert Schädler mvtiviert ein- gebrachter Antrag, die Taxnormen betreffend die Grund- buchs-, Abhandlungs- und Gerichtstaxen sowie dic Norm sür S t e m p e l g eb ü h r e n einer zeitgemäßen und gründ- lichen Reform zu unterziehen und den Landesausschuß zu beauftragen, im, Einvernehmen mit der Regierung entsprechende Vorschläge auszuarbeiten, wurde vom Landtage angenommeil. Wir werden auf diesen nicht unwichtigen Gegenstand bei Schil- derung der nächstjährigen Landtagstätigkeit zurückkomme». Eine Gesetzesvorlage betreffend die Ans Hebung des H adernsammelregals, ivelche dic Regierung eingebracht hatte, nahm der Landtag an Damit wurde die Berechtig- ung des Hadernsnmmelns freigegeben. Das Erträgnis dieses landschästlichen Pachtgefälles war jährlich annähernd 159 fl- Diese monopolisierte Beschäftigung hatte, jedoch immer mehr hemmend und störend auf Handel und Gewerbe gewirkt und gab, besonders seitdem mechanische Webereien und Spin- nereien, lind in neuerer Zeit auch Stickmaschincn bei nns Eingang gefunden hatten, zu vielerlei Beschwerden Anlaß. Einer- seits beanspruchten die Pächter einen möglichst großeil behörd- lichen Schutz für sich, während andererseits die Fabriken uud Sticker in der Verwertung der Stoffabfälle möglichst unbe- schränkt vorgehen wollteu. Mit der uun gesetzlich bestimmten Aufhebung dieses Landesregals wurde diesen Uebelständen ab- geholfen. Von nun an blieben von den zahlreichen bestandenen L. G. B. Nr. 2. 1882.
        

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